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Christliche Sehenswürdigkeiten

Seit Beginn der Christenheit besuchen jährlich tausende Pilger das Heilige Land und folgen den Spuren Christi in Ost-Jerusalem oder Bethlehem. Doch auch die Kirche der Heiligen Familie bei Ramallah oder die Eiche von Mamre bei Hebron gelten als wichtige Stationen in der christlichen Religion.

Grabeskirche - Bezirk Jerusalem

Grabeskirche in Ost-Jerusalem.

Die Grabeskirche (Auferstehungskirche) im christlichen Viertel der Altstadt Ost-Jerusalems ist die heiligste Stätte des Christentums, denn dort wurde Jesus gekreuzigt, begraben und ist wieder auferstanden. Der heutige Bau entstand im 12. Jahrhundert und ist die fünf letzten Stationen des Kreuzwegs.

Bethanien (al-Azarieh) - Bezirk Jerusalem

Bethanien - das Heimatdorf von Lazarus.

Knapp drei Kilometer östlich von Jerusalem, am östlichen Hang des Ölbergs, liegt Bethanien. Es war das Heimatdorf von Lazarus und seinen Schwestern Mary und Martha, die beide Jesus liebten. Bethanien ist der Ort des großen Wunders, denn dort ließ Jesus Lazarus von den Toten auferstehen.

Die Pilgerstätte umfasst die neue, auf den Resten von zwei byzantinischen und einem mittelalterlichen Sakralbau errichtete Lazaruskirche mit dem Grab Lazarus und einer Felsengrotte.

Ölberg - Bezirk Jerusalem

Ölberg in Ost-Jerusalem.

Der Ölberg liegt östlich von Jerusalem und bietet eine herrliche Aussicht auf die Altstadt Ost-Jerusalems und das Kidron Tal. Der Ölberg ist mit den wichtigsten Ereignissen in Jesus Leben verbunden. Von dort aus stieg er in den Himmel (Kapelle der Himmelfahrt) auf, sagte die Zerstörung Jerusalems voraus, lehrte seinen Jüngern das "Vater Unser" und weinte über Jerusalem auf seinem Weg in die Stadt am Palmsonntag (Kirche Dominus Flevit). Die russisch-orthodoxe Kirche St. Maria Magdalena mit ihren markanten Zwiebeltürmen und Spitzen liegt gleichfalls auf dem Ölberg.

Geburtskirche - Bezirk Bethlehem

Innenraum der Geburtskirche.

Die Geburtskirche ist das Herzstück Bethlehems und zugleich die älteste genutzte Kirche im Heiligen Land. An drei Seiten der Kirche befinden sich die mächtigen Klostergebäude: Im Norden das der Franziskaner mit der Katharinenkirche, im Südosten das griechisch-orthodoxe und im Südwesten das armenische Kloster.

Die heutige Geburtskirche wurde von Kaiser Justinian (527-565 n.Chr.) an der Stelle der älteren konstantinischen Basilika errichtet, die in dem Samaritaneraufstand von 529 n.Chr. stark beschädigt worden war. Die traditionelle Geburtsstätte liegt in einer Grotte unter dem Chor.

Rachels Grab - Bezirk Bethlehem

Rachels Grab.

Das kleine Gebäude markiert das Grab Rachel, der Ehefrau Jakobs, und ist für alle drei monotheistischen Religionen heilig. Diese Stätte sowie die Belal Moschee wurden während der Osmanischen Ära gebaut und befinden sich auf der Straße Jerusalem-Hebron, in der Nähe des nördlichen Eingangs zu Bethlehem.

Kloster St. Saba - Bezirk Bethlehem

Kloster St. Saba.

Rund sechs Kilometer vom Hirtenfeld, entlang einer kurvenreichen Straße, befindet sich das griechisch-orthodox Kloster St. Saba. Eingebaut in eine Klippe gibt es von dort aus einen spektakulären Blick auf die Schlucht des Kidron Tals frei.

Der Gründer des Klosters, St. Saba, kam im 5. Jahrhundert aus Kappadokien. Legenden erzählen, dass St.Saba dort für viele Jahre mit Löwen zusammen in einer Höhle gelebt habe. St. Saba starb 532 n. Chr. mit 94 Jahren und seine Überreste sind bis heute in der Kirche des Klosters zu finden. Heute leben in dem Kloster mit seinen 110 Räumen nur noch wenige Mönche.

Kloster St. Theodosius - Bezirk Bethlehem

Kloster St. Theodosius.

Das Kloster St. Theodosius wurde 476 n. Chr. gegründet und liegt 12 Kilometer östlich von Bethlehem. Dieses Kloster wurde während der persischen Invasion zerstört und später von der griechisch-orthodoxen Kirche über den Ruinen einer alten Kreuzfahrerkirche wieder errichtet. Eine weiße Höhle markiert die Grabesstätte des Heiligen Theodosius. Die Tradition erzählt, dass hier die Weisen Rast gemacht haben, als Gott ihnen im Traum erschien und sie vor einer Rückkehr nach Herod warnte. Heute leben in dem Kloster rund ein Dutzend Mönche.

Kirche Burqin - Bezirk Jenin

Kirche Burqin.

Der Überlieferung nach soll Jesus in dem drei Kilometer von Jenin gelegenen Dorf Burqin Leprakranke geheilt haben. Heute sind noch die Ruinen einer byzantinischen Kirche und einer Höhle zu besichtigen. Nach christlicher Tradition ist die Kirche St. Georg die drittälteste Kirche der Welt. Sie wird als die fünftheiligste Stätte im Christentum betrachtet und steht im Mittelpunkt der Tradition von Jesu Christi, Wunder zu vollbringen. Die Kirche Burqin wurde mehrmals restauriert und wird weiterhin von der griechisch-orthodoxen Gemeinde des Dorfes genutzt.

Eiche von Mamre - Bezirk Hebron

Eiche von Mamre.

Die Eiche von Mamre, auch Eiche Ibrahim (Abraham) genannt, liegt zwei Kilometer westlich von Hebron und markiert die Stelle, an der Ibrahim sein Zelt aufschlug. In der Nacht erschienen ihm drei Engel, die verkündeten, dass seine Frau Sara ihm einen Sohn gebären wird. Das Alter der Eiche wird auf 5.000 Jahre geschätzt. Heute gehört das Gelände einem russisch-orthodoxen Kloster.

Sebastia - Bezirk Nablus

Die alte Königsstadt Sebastia.

Die alte Königsstadt Sebastia ist die größte archäologische Stätte Palästinas. 12 Kilometer nordwestlich von Nablus gelegen befinden sich die Ruinen des antiken Sebastia auf einen Hügel und geben den Blick auf das heutige Dorf Sebastia frei. Die ersten Einwohner haben sich dort bereits während der Kupferzeit, 4.000 v.Chr., niedergelassen. Politisch war Sebastia unbedeutend, bis König Omari dort seine königliche Stadt errichtete. Die Bibel besagt, dass der Kopf von Johannes dem Täufer in Sebastia gefunden wurde. So wurde später ihm zu Ehren eine Kreuzfahrerkirche, die später zu einer Moschee wurde, gebaut.  
Die heute zu besichtigenÜberreste sind römische Gräber, ein hellenistischer Turm, eine severische Basilika und herodische Tortürme.

Kloster der Versuchung - Bezirk Jericho

Das Kloster der Versuchung.

Vom Gipfel des Berges der Versuchung, der 350 Meter über dem Meeresspiegel liegt, erhält man einen wunderschönen Blick über das Jordantal. Dort oben verbrachte Jesus vierzig Tage und Nächte fastend und meditierend. Ein Kloster wurde im 6. Jahrhundert über eine Höhle gebaut, in der sich Jesus aufgehalten haben soll. Die 30 bis 40 Höhlen auf der östlichen Seite des Berges werden seit den frühesten Jahren der Christenheit von Mönchen und Eremiten bewohnt

Qumran - Bezirk Jericho

Die Höhlen von Qumran.

Qumran liegt am nordwestlichen Ufer des Toten Meers, wo in den 1940er Jahren ein Beduinenjunge in einer Höhle einige Schriftrollen entdeckte. Daraufhin wurden die Höhlen nach weiteren Schriften durchsucht und Ausgrabungen begannen. Insgesamt fand man in 11 Höhlen von Qumran über 500 hebräische, aramäische und griechische Handschriften in Tonkrügen. Die Schriftrollen des Toten Meeres waren die wichtigsten Entdeckungen des 20. Jahrhunderts.

Die Kirche des St. Prophyrus

Die Kirche des St. Prophyrus.

Die Kirche des St. Prophyrus  entstand im 4. Jahrhundert und liegt in der Altstadt Gazas. In dieser Kirche verstarb Heilige Porphyrus und fand auch dort seine letzte Ruhestätte (420 n.Chr.). Heute ist die Kirche das Gebetshaus der griechisch-orthodoxen Gemeinde.

Kontextspalte

Palästina besitzt eine Vielfalt an Künsten
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