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30.09.2020 11:12

Zum Welttourismustag: Jerusalem und Bethlehem leiden besonders unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie

Der diesjährige Welttourismustag, der am 27. September gefeiert wird, findet in diesem Jahr in einer für Palästina äußerst kritischen Zeit statt. Denn der palästinensische Tourismus leidet unter den verheerenden Auswirkungen der Corona-Pandemie, die zu einem Zusammenbruch großer Teile des Dienstleistungs- und Produktionssektors geführt hat.

Noch in den vergangenen Jahren konnte Palästina ein sukzessives Wachstum im Tourismus, ganz besonders im Bereich des religiösen Tourismus verzeichnen. Die Gesamtausgaben im Tourismussektor erreichten im Jahr 2019 ca. 9% des BIP, was 1,5 Mrd. US-Dollar entspricht. Davon entfallen 89% auf die Einnahmen durch den Auslandstourismus und 11% auf den Inlandstourismus.

Durch die Bekämpfung der Corona-Pandemie sind seit März d. J. fast alle Tourismusaktivitäten zum Erliegen gekommen. So überstiegen die Verluste im palästinensischen Tourismussektor eine Mrd. US-Dollar. Dazu beigetragen haben vor allem die Schließungen der Grenzen und touristischen Einrichtungen in den vergangenen zehn Monaten. Ersten Schätzungen zufolge gingen die Ausgaben für den Tourismus in Palästina in diesem Jahr um 68% zurück auf 466 Mio. US-Dollar im Vergleich zu 2019.

Am stärksten sind die Bezirke Bethlehem und Jerusalem von den Auswirkungen betroffen. Beide Städte leben von touristischen Aktivitäten und zählen die meisten Gäste. Rund 81% der gesamten Hotelgäste pro Jahr verzeichnen allein diese beiden Städte.

Mehr als zehntausend Arbeiter mussten ihre Tätigkeiten während der Pandemie-Bekämpfung einstellen. Im zweiten Quartal d. J. waren rund 33.000 Arbeiter im Tourismussektor tätig, was 3,7% aller Beschäftigten in Palästina entspricht. Im Jahr 2019 arbeiteten noch 43.000 Beschäftigte im Tourismussektor.

Den englischsprachigen Volltext des PCBS-Berichtes erhalten Sie hier.

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