Sie befinden sich hier

Inhalt

15.03.2021 15:24

Zum Palästinensischen Nationalen Kulturtag am 13. März

Anlässlich des Nationalen Palästinensischen Nationalen Kulturtages am 13. März veröffentliche das Palästinensische Statistikamt einen Bericht zu den Kulturinstitutionen in Palästina.

Symbolbild

Die Bekämpfung der Covid-19-Pandemie wirkte sich im vergangenen Jahr auch auf die Kulturbranche aus. Obwohl sie bedingt durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus einen starken Rückrang der Museums- und Theaterbesucher verzeichnete, nahm die Anzahl der Teilnehmer an kulturellen Aktivitäten im Vergleich zum Jahr 2019 zu. Die meisten Aktivitäten im vergangenen Jahr fanden ausschließlich virtuell statt.  

Noch im Jahr 2017 erreichte die Zahl der Institutionen, die im Privat- und Nichtstaatlichen Sektor in Palästina an kulturellen Aktivitäten beteiligt sind, ingesamt 1.086 mit 3.882 beschäftigten Mitarbeitern (2.924) und Mitarbeiterinnen (958). Aufgrund der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie und der daraus resultierenden Schließungen verringerte sich die Anzahl der in Palästina tätigen Kulturzentren von 566 im Jahr 2019 auf nur noch 528 im Jahr 2020. So fanden im Jahr 2020 etwa 4.700 kulturelle Aktivitäten noch statt. Im Jahr 2019 waren es noch 9.200 gewesen, was einem Rückgang von fast der Hälfte entspricht. Trotz des starken Rückgangs der kulturellen Aktivitäten in Palästina standen Fort- und Weiterbildungen an erster Stelle unter den Inhalten. 

Von den 878.000 Teilnehmern an kulturellen Aktivitäten in 2020 nahmen 672.000 virtuell teil. Davon entfallen 96.000 auf den Gaza-Streifen und 782.000 auf die Westbank. Im Jahr 2019 waren es im Vergleich 558.000 Menschen, die virtuell teilnahmen.  

Die Besucherzahlen von Museen ging im Jahr 2020 um 94% im Vergleich zu 2019 zurück. Im Jahr 2020 gab es in Palästina 32 Museen, davon 27 in der Westbank und fünf Museen im Gaza-Streifen. Die Bekämpfung der Covid-19-Pandemie hat auch in Palästina die Zahl der Museumsbesucher stark beeinflusst.Unter den 26.000 Museumsbesuchern in 2020 waren 76% Palästinenser und 24% Menschen mit anderen Nationalitäten. Die größte Zahl der Besucher verzeichnete der Monat Januar mit etwa 10.000, die niedrigste Zahl wurde im Juli mit nur sieben Besuchern registriert. Im Jahr 2019 betrug die Anzahl der Museumsbesucher noch rund 338.000.

Auch die Zahl der Theaterstücke hat sich im Vergleich zum Jahr 2019 um mehr als die Hälfte verringert. Es gab 16 Theater in Palästina, davon 13 in der Westbank und drei im Gaza-Streifen. Im Jahr 2020 wurden in Palästina ingesamt 96 Theaterstücke aufgeführt, 92 in der Westbank und vier im Gaza-Streifen. Davon waren 36 Kinderaufführungen, 29 für Erwachsene und 31 für beide Gruppen. Die Zahl der Theaterbesucher betrug etwa 22.000. Die höchste Zahl verzeichnete wieder der Monat Januar mit rund 8.000 Besuchern. Von März bis Mai und im Juli konnten aufgrund des lockdowns keine Stücke aufgeführt werden. Im Jahr 2019 wurden noch 323 Theaterstücke aufgeführt und die Zahl der Theaterbesucher betrug etwa 90.000.  

Im vergangenen Jahr hat das Palästinensische Kulturministerium viele virtuelle kulturelle Aktivitäten angeboten, wie zum Beispiel die Kampagne „this book is for all“, die auf eine große Resonanz gestoßen ist. Damals wurden mehr als 350.000 Bücher an 1.700 Universitäten, Schulen, Gemeinden, Kulturinstitutionen und Bibliotheken in ganz Palästina verschickt. Auch hat das Kulturministerium 12 Publikationen mit Themen zum Kulturerbe, Poesie, Geschichten, kritischen Stücken und Werken verstorbener Schriftsteller und Kinderliteratur herausgegeben. Zudem wurde der Staatliche Preis für Literatur, Kunst und Geisteswissenschaften neu ausgerichtet. Mit ihm wurden sieben Schriftsteller, Intelektuelle und Künstler sowie eine Reihe von Kulturschaffenden ausgezeichnet. Im Jahr 2020 finanzierte das Kulturministerium 576 Kulturprojekte, darunter 67 Projekte, die vom Palästinensischen Kulturfonds unterstützt werden. Darüber hinaus wurden 509 Projekte in 35 Kulturinstitutionen und 474 im Kulturbereich tätige Personen durch das Programm zur Unterstützung von Kulturinitiativen unterstützt.

Kontextspalte