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15.06.2021 15:22

Offizielle israelische Hetze im Mai

Der Monat Mai verzeichnet inmitten der Aggression gegen das palästinensische Volk eine starke Zunahme der offiziellen israelischen Hetze. An elf aufeinanderfolgenden Tagen bombardierte die israelische Armee den abgeriegelten Gaza-Streifen, viele Palästinenser starben und tausende wurden verletzt.

Im besetzten Ost-Jerusalem griffen israelische Truppen und gewaltbereite Siedler hunderte von Palästinensern auf dem Gelände der Al-Aqsa-Moschee, in der Altstadt Jerusalems und im Viertel Sheikh Jarrah an, wo 28 Familien die Zwangsräumung und –vertreibung drohen. Siedler wollen ihre Häuser und Eigentümer übernehmen. Bei verschiedenen Gewaltübergriffen überfielen israelische Extremisten und rechtsgerichtete Politiker das Viertel Sheikh Jarrah, um sich den Siedlerangriffen anzuschließen. Die israelische Aggression richtete sich auch gegen die palästinensischen Bürger Israels, darunter in den Städten Akko, Al-Lydd und Haifa.
    
Während dieser Welle heftigster israelischer Aggressionen haben israelische Beamte, darunter Mitglieder der Knesset, rechtsgerichteter zionistischer Parteien und Siedlerorganisationen diese Situation ausgenutzt, um ihre Hetze und Anstachelung gegen die Menschen in Palästina und die palästinensischen Staatsbürger Israels auf Social-Media-Plattformen noch einmal zu intensivieren.

Hetze gegen das palästinensische Volk

„(…) Der palästinensische Feind hebt seinen Kopf, wie in den letzten 100 Jahren, (wie) Tiere (…), jetzt müssen wir unsere exzellenten Truppen unterstützen und ihnen erlauben gegen jeden zuzuschlagen, der seine Hand gegen die Bürger Israels erhebt.“ (Ofir Akunis, Minister für Regionale Zusammenarbeit und Knesset-Mitglied auf Facebook am 12. Mai)

„Diese den Terrorismus unterstützenden Feinde müssen auf LKWs verladen und sofort ins Exil geschickt werden. Israel kann sich einen Feind von innen nicht leisten, so wie diesen.“ (Bezalel Smotrich, Mitglied der Knesset auf Twitter am 10. Mai)

„Leider nimmt die Zahl der getöteten Feinde nicht zu, was bedeutet, dass die Armee nur gezielte Missionen durchführt (…).“ (Itamar Ben Gvir, Mitglied der Knesset auf Facebook am 11. Mai)

„(…) Heute feiern wir den Jahrestag der Wiedervereinigung Jerusalems während der barbarischen Angriffe palästinensischer Feinde, was ja bekanntlich nichts Neues ist.
Lüge und Hetze werden seit 100 Jahren verbreitet als ob die Rückkehr der Juden in ihre Heimat dem Tempelberg schaden wollte. Das hat nichts mit der Existenz des Staates Israel oder der Wiedervereinigung Jerusalems zu tun. Diese Lüge war schon immer eine „Entschuldigung“ für Terrorismus, Blutvergießen und Gewalt gegen Menschen, nur weil sie jüdisch sind (…).“
(Ofir Akunis, Minister für Regionale Zusammenarbeit und Knesset-Mitglied auf Facebook am 10. Mai)

„Ich bin in das Viertel Shimon Hatzadik gekommen, um den Bewohnern, Polizisten und dem Wachpersonal, die seit einigen Wochen unter ständiger Gewalt leiden, meine Unterstützung zu versichern. Von allen Rechtssystemen wurde festgestellt, dass das Viertel Shimon Hatzadik jüdisches Eigentum ist. Wir dürfen uns nicht der arabischen Gewalt unterwerfen. Die Durchsetzung unserer Souveränität in Jerusalem zeigt unsere Souveränität im ganzen Land.“ (Matan Kahana, Knesset-Mitglied auf Facebook am 18. Mai)

„(…) Die Eskalation in Judäa und Samaria mit dem Versuch, Juden zu töten, ist eine direkte Folge der Anstachelung, die Israel beschuldigt, die palästinensischen Parlamentswahlen abzusagen. Es wird keine Wahlen in Jerusalem geben und diejenigen, die glauben, dass dies zu Angriffen führen wird, können sich genauso gut ihr eigenes Grab schaufeln.“ (Avi Dichter, Knesset-Mitglied auf Facebook am 02. Mai)

Hetze gegen die indigenen palästinensischen Bürger von Israel

„Wir werden gegen unlizenzierte Waffen kämpfen! Der unerlaubte Waffenbesitz ist eine Misere auf staatlicher Ebene und beeinträchtigt das Sicherheitsgefühl aller Bürger von Israel. Wir haben in den letzten Wochen sogar gesehen, wie gefährlich und einfach es ist, sie zu benutzen und mittels Hass und Terrorismus gegen Juden zu richten.“ Eli Cohen, Minister für Nachrichten- und Geheimdienste auf Facebook am 27. Mai)

„Abu Shehadeh ist ein Terrorist, der Terroristen unterstützt. Die Anstachelung und Unterstützung, die er und seine Freunde den Randalierern entgegenbringen, ermutigt sie und erhöht das Blutvergießen (…).“ (Bezahlel Smotrich, Knesset-Mitglied auf Twitter am 25. Mai)

„Die nationale Mehrheit in der Knesset kann und sollte heute zwei wichtige Gesetze verabschieden: 1. Annullierung der Staatsbürgerschaft von israelischen Terroristen. 2. Übertragung der Siedlungsaußenposten zur weiteren Budgetierung in den Haushaltsausschuss. Israelis, die entschieden haben sich dem islamisch-arabischen Krieg gegen das Volk Israels anzuschließen, werden keine Israelis bleiben. (…) Gerechtigkeit!“ (Matan Kahana, Knesset-Mitglied auf Facebook am 24. Mai)

„Wir haben die Pflicht, Israels Feinde zu verfolgen – in Gaza, in den Straßen von Lod (Al-Lydd), überall – sogar hier in der Knesset.“ (Amichai Chikli, Knesset-Mitglied auf Facebook am 18. Mai)

Hetze gegen den UN-Menschenrechtsrat

Die beschämende Resolution, die heute verabschiedet wurde, ist ein weiteres Beispiel für die eklatante antiisraelische Obsession des UN-Menschenrechtsrates. Wieder einmal eine sofortige, unmoralische Mehrheit in einem Rat, der eine Terrororganisation ausschließt, die an der Ausrottung eines Volkes arbeitet, eine Organisation, die absichtlich auf israelische Bürger feuert, während die Einwohner Gazas als menschliche Schutzschilde benutzt werden. Zugleich betrachtet der Rat die „schuldige Partei“ als eine Demokratie, die legitim daran arbeitet, ihre Bürger vor Tausenden von Raketen zu verteidigen, die ohne Unterschied abgefeuert werden. Diese Schande verwandelt das Völkerrecht in einen Witz, der Terroristen weltweit ermutigt.“ (Benjamin Netanyahu, Premier und Knesset-Mitglied auf Facebook am 27. Mai)

„Der @UN_HRC ist ein Betrug. Wir werden nicht mit diesem Spott der Menschenrechte in einer Instanz kooperieren, die dazu bestimmt ist, die Menschenrechte zu wahren. Die größte Travestie ist, dass schreckliche Menschenrechtsverletzungen ignoriert werden, während der @UN_HRC wiederholt auf #Israel zielt.“ (Danny Dannon, ehem. Botschafter Israels bei den Vereinten Nationen auf Twitter am 28. Mai)

Den Volltext der Auflistung erhalten Sie in englischer Sprache hier.


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