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27.08.2021 11:20

Tote, Verletzte und brutale Gewalt gegen das palästinensische Volk im Gaza-Streifen und in der Westbank

Seit Tagen kommt es zu Gewalt gegenüber palästinensischen Männern, Frauen und Kindern an der Grenze des Gaza-Streifens, die sich zu friedlichen Protesten versammelten. Mindestens 41 Palästinenser wurden bei Luftangriffen und Beschuss durch die israelischen Besatzungstruppen am vergangenen Wochenende verletzt.

Der 32-jährige Osama Khaled Duaiji aus dem Flüchtlingslager Jabaliya erlag am Donnerstag seinen schweren Verletzungen. Unter den Verletzten sind viele Kinder. Zwei palästinensische Kinder, 13 und 14 Jahre alt, erlitten lebensgefährliche Verletzungen.

Auch in der Nacht zu Montag feuerte die israelische Armee Raketen auf mehrere Gebiete im abgeriegelten Gaza-Streifen ab, darunter östlich von Gaza-Stadt. Bei den Angriffen wurden mehrere Gebäude und Wohnhäuser beschädigt. Palästinensische Fischer wurden ebenfalls zum Ziel der Gewaltübergriffe. Israelische Marineboote feuerten westlich von Beit Lahia im nördlichen Gaza-Streifen mit scharfer Munition auf die Boote der Fischer, hinderten sie am Fischfang und zwangen sie, zum Ufer zurückzukehren.

Auch in der besetzten Westbank nimmt die Gewalt der israelischen Besatzungstruppen gegenüber dem palästinensischen Volk weiter zu: Am Dienstag töteten die israelischen Besatzungstruppen den 15-jährigen Emad Hashash im Flüchtlingslager Balata, östlich der Stadt Nablus. Er starb durch einen gezielten Kopfschuss auf dem Dach seines Elternhauses und wurde im Rafidiya-Krankenhaus in Nablus für tot erklärt. Israelische Besatzungsgruppen hatten beim Eindringen in das Flüchtlingslager auf den Jungen gefeuert.

Der palästinensische Ministerpräsident Dr. Mohammad Shtayyeh forderte eine größere und aktivere Rolle Europas in Nahost. Für ein dringliches Handeln sprach sich ebenso der palästinensische Außenminister Dr. Riyad Al-Malki aus. Die israelische Regierung müsse von weiteren Verbrechen gegen das palästinensische Volk abgehalten werden. Während eines Treffens mit seinem slowenischen Amtskollegen Anze Logar sprach er auch über die Situation im Gaza-Streifen und betonte, dass die seit mehr als 14 Jahren bestehende Blockade endlich beendet werden muss.

Die Menschen leiden und der Wiederaufbau nach den verheerenden Angriffen der israelischen Armee im Mai d.J. müsse mit einer internationalen Position verbunden werden, so Dr. Malki. Er verwies auch auf die unveränderte völkerrechtswidrige Siedlungspolitik insb. im besetzten Ost-Jerusalem, die mit Landbeschlagnahmungen und Häuserzerstörungen einhergeht. Die israelische Besatzung ist das Haupthindernis für die Entwicklung der palästinensischen Wirtschaft. Israel kontrolliert die natürlichen Ressourcen Palästinas und beutet sie aus, so Dr. Malki weiter.

Seit Juli hat das Land Slowenien für die kommenden sechs Monate den Vorsitz des Rats der Europäischen Union inne.


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