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06.09.2021 18:18

Außenministerium Palästinas verurteilt Zerstörung des Al-Yusufiya-Friedhofs in Ost-Jerusalem

In einer Pressemitteilung verurteilte das Außenministerium den Teilabriss des Al-Yusufiya-Friedhofs im besetzten Ost-Jerusalem. Die bisher auf Eis liegenden Arbeiten zur Zerstörung der Friedhofsteile wurden heute Morgen fortgesetzt, nachdem ein israelisches Gericht einer israelitischen Gemeinde in Jerusalem Recht gegeben hat.

Auf dem Friedhof befinden sich die Gräber Verstorbener palästinensischer, jordanischer und irakischer Herkunft, die während des Krieges 1967 von israelischen Truppen getötet wurden. Nachdem bereits im Dezember 2020 die Friedhofsmauer neben dem al-Asbat-Tor abgerissen und die archäologische Treppe entfernt wurde, soll jetzt nach israelischen Plänen ein Nationalpark errichtet werden.

Die Zerstörung des Friedhofs zielt auf die Veränderung der historischen und faktischen Realität in Jerusalem, heißt es in der Erklärung des Außenministeriums. Sowohl die Wahrzeichen als auch die kulturelle Identität sollen ausgelöscht und stattdessen neue Fakten geschaffen werden, die dem Narrativ der israelischen Erzählung dienen.

Seit langem sind islamische und christliche Kulturgüter und Friedhöfe, einschließlich dem Al-Rahma-Friedhof Schändungen und Zerstörungen ausgesetzt. Diese sind Teil der ständigen Angriffe auf christliche und islamische Heilige Stätten. So erinnerte das Außenministerium an den Brandanschlag auf die Kirche aller Nationen im Garten Gethsemane/Ölberg in Ost-Jerusalem vor einem Jahr, bei dem Kirchenbänke und Mosaikböden beschädigt wurden. Für diese Aggressionen gegen Jerusalem, seine Heiligtümer und seine Bürger, die auch eine Missachtung der Vereinten Nationen, ihre Resolutionen und das Völkerrecht sowie die unterzeichneten Abkommen sind, ist die israelische Regierung voll verantwortlich, so das Außenministerium abschließend.

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