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27.09.2021 14:39

Zum Welttourismustag: Tourismussektor in Palästina mit hohen wirtschaftlichen Verlusten

In Palästina leidet der Tourismus weiter stark unter den Einschränkungen der Pandemie-Bekämpfung. Besonders betroffen ist der Bezirk Bethlehem, der jährlich mehr als 60% aller Hotelgäste und Besucher in der Westbank empfängt. Dies geht aus einem Bericht des palästinensischen Statistikamtes und des Ministeriums für Tourismus und Altertümer anlässlich des heutigen Welttourismustages hervor.

Der Tourismussektor in Palästina verzeichnet im Jahr 2020 einen Verlust in Höhe von über eine Milliarde US-Dollar, während die Ausgaben im Vergleich zum Jahr 2019 um 68% gesunken sind. Die Zahl der Hotelgäste betrug im ersten Halbjahr 2021 in der Westbank nur noch 58.765, wovon lediglich 0,3% überhaupt Besucher außerhalb Palästinas waren. Unter den Gästen waren 77% Palästinenser aus Israel und 22,5% Anwohner bzw. Ortsansässige. In Bethlehem selbst gab es keine Hotelgäste für diesen Zeitraum, wodurch die Stadt landesweit am stärksten betroffen sei, heißt es in dem Bericht. Die Stadt Jericho verzeichnete hingegen einen Rekord bei den Hotelübernachtungen, die auf 72% der Gesamtzahlen in der Westbank anstieg.  

Im ersten Halbjahr 2021 betrugt die Zahl der Tagesbesucher 314.800. Davon waren 99,3% Palästinenser aus Israel. Im Vergleich zu den Vorjahren ging die Zahl im Jahr 2020 noch weiter auf 52% zurück und sank auf 82% im Vergleich zum gleichen Zeitraum in 2019. Die Gäste verteilten sich auf Jericho (46%), Nablus (24%), Jenin (14%) und andere Städte der besetzten Westbank (16%).

Eine leichte Steigerung verzeichneten verschieden Ausflugsorte, Gärten- und Parkanlagen mit 880.000 Besuchern. Im Vergleich zum Jahr 2020 stieg die Zahl um 48%, während im Vergleich zum Jahr 2019 die Besucherzahlen um 52% zurückgingen. Insgesamt 42.400 Beschäftigte waren im zweiten Quartal in 2021 im Tourismussektor tätig, was 4% der Gesamtbeschäftigten in Palästina entspricht. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum in 2020 stieg die Zahl der Beschäftigten damit um 18% an; 2019 war die Zahl mit 2% noch sehr gering.

Den Volltext des englischsprachigen Berichts erhalten Sie hier.

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