Sie befinden sich hier

Inhalt

31.07.2015 13:44

Verurteilung des Brandanschlages in Duma - mehr als 11.000 Siedlerübergriffe seit 2004

Mit scharfen Worten verurteilte der amtierende Generalsekretär der PLO den Brandschlag auf palästinensische Häuser in Duma, südlich von Nablus. Das Kleinkind Ali Saad Dawabsha starb, seine Eltern und sein 4-jähriger Bruder wurden schwer verletzt.

Jüdische Extremisten hatten in der vergangenen Nacht zwei Häuser von palästinensischen Familien in Brand gesetzt und eine Mauer mit Parolen beschmiert. Der 1,5 Jahre Ali Saad Dawabsha starb, seine Mutter und sein Bruder wurden bei dem Anschlag so schwer verletzt, dass sie in Lebensgefahr sind.  

"Seit 2004 gab es mehr als 11.000 Übergriffe auf palästinensische Häuser, Autos, Kirchen, Moscheen, Bäume und weiteres Eigentum, die bis heute straflos geblieben sind," so Dr. Saeb Erekat in einer Stellungnahme. "Wir sehen die Verantwortlichkeit für die brutale Ermordnung des Kleinkindes Ali Saad Dawabsha und die Verletzung seiner Eltern und seines Bruders bei der israelischen Regierung. Dies ist eine direkte Folge der jahrzehntelangen Dekaden einer Straflosigkeit gegenüber dem Siedlerterrorismus seitens der israelischen Regierung", fügte er hinzu.

Regelmäßig attackieren radikale Siedler die palästinensische Bevölkerung und deren Eigentümer.  In dieser Woche hatte Israel den Bau von 300 neuen Siedlerwohnungen in Bet El sowie 500 neue Wohnungen in Ost-Jerusalem, trotz internationalem Konsens über die Völkerrechtswidrigkeit der Siedlungen, angekündigt. Die EU hatte Israel aufgefordert, diese Beschlüsse zurückzunehmen. Auch der UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte die Baugenehmigungen.

Eine Liste der Übergriffe und Attacken israelischer Siedler im Zeitraum 01. Juli - 27. Juli 2015 finden Sie in englischer Sprache hier.


Kontextspalte