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02.03.2017 12:45

Bildungsministerium: Im Jahr 2016 tötet Israel 26 palästinensische Schüler und nimmt 198 fest

Laut einem Bericht des palästinensischen Bildungsministeriums vom 27. Februar mussten 89.799 Schüler sowie 5.528 Lehrer und Angestellte palästinensischer Schulen Angriffe israelischer Besatzungstruppen erleiden.

SchülerInnen mit ihrer Lehrerin auf der Straße, nachdem Israel die Schule in Sur Bahir, im besetzten Ost-Jerusalem geschlossen hat

Hierzu zählen Ermordungen, Verletzungen, Festnahmen, Hausarreste sowie die Behinderung durch Straßensperren. Verletzt wurden außerdem 1.810 Schüler sowie 101 Lehrer und Verwaltungsangestellte.

Darüber hinaus berichtete die Nachrichtenagentur Wafa am 8. Januar 2017 über 192 Übergriffe auf palästinensische Journalisten im selben Untersuchungszeitraum. So wurde der 22-jährige Medienstudent Iyad Omar Sadjadah im Qalandia Flüchtlinglager von israelischen Besatzungstruppen erschossen und 52 weitere verletzt. 

Wir berichteten bereits von Schulzerstörungen und duzenden Festnahmen Palästinensischer Schüler im Jahr 2017, was die Notwendigkeit der internationalen Aufmerksamkeit auf dieses Thema weiter unterstreicht. Eine freie Bildung sowie eine unabhängige Presse ist Grundbaustein einer freien palästinensischen Gesellschaft und eines souveränen palästinensischen Staates. Die seit 50 Jahren fortwährende Besatzung und die täglichen Grundrechtverletzungen durch die Besatzungstruppen können nicht weiter hingenommen werden. 

Den Volltext des Berichtes vom Bildungsministerium ist in arabischer Sprache hier einsehbar.

 

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