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08.03.2017 13:08

Internationaler Tag der Frauen in Palästina

Der Internationale Tag der Frau steht in diesem Jahr in Deutschland unter dem Motto "Wir verändern!". Ein Motto voller Hoffnung auf Gleichberechtigung und Selbstbestimmung, was für die Frauen Palästinas mehr denn je von Bedeutung ist.

Die Rechtsanwältin Shirin Issawi aus Ost-Jerusalem

Im Themenjahr „make it right” ist es unerlässlich, auf die gegenwärtige Situation der Frauen Palästinas und zukünftige Herausforderungen aufmerksam zu machen. Das 50-jährige Jubiläum der israelischen Besatzung markiert einen traurigen Höhepunkt für die Situation der Frauen Palästinas. Gegenwärtig befinden sich 56 palästinensische Frauen in israelischen Gefangenschaft, 16 davon sind unter 18 Jahren und 11 sind verletzt oder leiden unter chronischen Erkrankungen. Seit Beginn der israelischen Besatzung im Jahr 1967 verhafteten israelische Besatzungstruppen erschreckende 15.000 Frauen und Mädchen in Jerusalem, der West Bank und dem Gaza-Streifen. Eine Frau aus Jerusalem befindet sich bereits zum zweiten Mal in sog. Administrativhaft. 

PLO-Exekutivmitglied Dr. Hanan Ashrawi zum Weltfrauentag 2017:

“Anlässlich des internationalen Frauentages ehren wir alle Frauen, insbesondere Palästinensische für ihre Standhaftigkeit und ihre signifikante Rolle im nationalen Bestreben nach Selbstbestimmung, Freiheit und Würde, allen Herausforderungen und Schwierigkeiten zum Trotze; dies sind die zentralen Prinzipien die das Bestreben der Frauen nach ihren eigenen Rechten innerhalb der palästinensischen Gesellschaft und darüber hinaus anleiten. […] Die palästinensische Frau ist eine elementare Partnerin im Staatsbildungsprozess und im Zusammenhalten des nationalen Gefüges. Sie ist ebenfalls eine authentische Partnerin in der Sicherung des Pluralismus, der Demokratie, sozialer Gerechtigkeit und Gleichheit in Übereinstimmung mit der palästinensischen Unabhängigkeitserklärung, welche ‚gleiche Rechte, frei von ethnischen, religiösen, rassistischen oder sexuellen Diskriminierungen‘ ruft.“

Für eine Zukunft in Würde, Gleichberechtigung und Selbstbestimmung ist die Beendigung der täglichen Menschenrechtsverletzungen gegen die Frauen Palästinas durch die Besatzungstruppen unabdingbar. Diese unersetzbaren Bindeglieder des sozialen Zusammenhaltes, die Mütter des palästinensischen Volkes, verdienen Respekt und die Unverletzlichkeit ihrer Rechte, um eine Zukunft in Würde, Sicherheit und Demokratie sicherstellen zu können.

Das Ministerium für Frauenangelegenheiten, zwischen 2007 und 2009 geleitet von Botschafterin Dr. Daibes, fördert und schützt seit 2003 die Rechte der Frau im Sinne der Demokratie und der Menschenrechte nach innen und nach außen.

Einen Bericht des Palästinensischen Statistikamtes in englischer Sprachen finden Sie hier.

Eine Videobotschaft in arabischer Sprache von Premierminister Prof. Rami Hamdallah ist hier einsehbar.

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