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24.05.2017 12:59

NAKBA-Veranstaltung stand im Zeichen der Solidarität mit den hungerstreikenden Gefangenen

Die NAKBA-Veranstaltung, die an die 1948 erlittene Katastrophe der israelischen Vertreibungen und des Landraubs steht, stand in diesem Jahr ganz im Zeichen der hungerstreikenden palästinensischen Gefangenen.

Bischof Munib Younan, Botschafterin Dr. Daibes und Umar Habeeb (von links nach rechts)

Botschafterin Dr. Daibes betonte zu Beginn des gestrigen Abends, dass heute „nicht nur an die Nakba (erinnert wird), sondern auch (dieser Abend) in Solidarität mit den hungerstreikenden Gefangenen“ steht. „Wir hoffen, die junge Generation zu erreichen und das Wissen und die Erfahrung der ersten NAKBA-Generation an die jüngere weiterzugeben,“ so Botschafterin Dr. Daibes. 

Der Einladung von Botschafterin Dr. Daibes zu einer Diskussionsveranstaltung anlässlich der jährlichen Nakba waren zahlreiche Gäste gefolgt. Munib Younan, Bischof der evangelisch-lutherischen Kirche und Präsident des Weltbundes nahm auf dem Podium Platz. Gemeinsam mit dem aus Haifa stammenden, aber im syrischen Aleppo aufgewachsenen und als Flüchtling nach Deutschland gekommen Umar Habeeb, Mitglied des Deutsch-Palästinensischen Jugendvereins e.V., sprach er über das Gedenken an die NAKBA und die Sichtweisen der älteren und jungen Generation darauf. 

Wir werden widerstehen, weil unser Anliegen nur ein einziges ist. Wenn wir die Hoffnung verloren haben, werden wir auch unser Anliegen verlieren,“ so Bischof Younan. „Wir sollten nicht geteilt werden…mit unserer nationalen Einheit können wir viel erreichen.“ Sie würde den „Weg in die Gerechtigkeit in Palästina ebnen.“ Bischof Younan weiter: „Auf der ganzen Welt fragen Menschen die arabischen Christen, wie wir mit Muslimen leben. Wir sagen immer, wir können dir beibringen, wie du mit deinen muslimischen Brüdern in Liebe und Respekt lebst. Immerhin haben wir mit ihnen die vergangenen 1400 Jahre gelebt.“ Eindringlich appellierte er daran, das Anliegen aller Palästinenser nach Europa und Deutschland zu bringen. Man müsse über „unser Anliegen in ihrer eigenen Sprache und Denkweise sprechen“.

Umar Habeeb sprach davon, dass die Nakba nicht nur für Palästinenser eine riesige offene Wunde sei, sondern „für alle arabischen Personen und jede freie Person. Die Nakba ist nicht zu Ende.“ Palästinenser müssen überall in der Welt unterstützt werden. „Es gibt viel Hoffnung seitens der palästinensischen Jugend. Man kann diese Hoffnung in den Aktivitäten für Palästina sehen,“ so Habeeb eindringlich. Es jetzt sehr wichtig, zusammenzustehen, die internen Trennungen zu überwinden und die sich den Herausforderungen in Deutschland hier zu stellen. 

Im Anschluss stellen sich Bischof Younan und Umar Habeeb den Fragen der zahlreich erschienen Gäste. 

Eine kleine Fotogalerie zum Abend in der Palästinensischen Mission erhalten Sie auf unserer Facebook-Seite.

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