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20.07.2017 10:49

Jerusalem - Haram Al-Sharif: Israelische Kontrollsysteme und Restriktionen verändern den Status Quo der Heiligen Stadt

Neue israelische Kontrollsysteme mit Sicherheitsschleusen und Metalldetektoren sowie die Schließung des Haram Al-Sharif verändern den Status Quo der Heiligen Stadt und verletzen in eklatanter Weise Völkerrecht sowie internationale Absprachen. Gläubige Muslime werden in ihrem Grundrecht auf freie Religionsausübung stark eingeschränkt.

Jerusalem mit dem Haram Al-Sharif

Solche illegalen Aktionen und Provokationen der Besatzungsmacht verschärfen die politische, humanitäre, soziale, wirtschaftliche und sicherheitsrechtliche Lage vor Ort. Die gefährliche Situation droht durch religiöse Empfindlichkeiten und Spannungen sich explosiv zu entladen, mit der Gefahr, dass der politische Konflikt in einen religiösen Konflikt verwandelt wird. 

PLO-Generalsekretär Dr. Saeb Erekat warnte die Internationale Weltgemeinschaft davor, weiter den Entwicklungen in Jerusalem tatenlos zuzusehen. Er rief dazu auf, den internationalen Verpflichtungen endlich nachzukommen und politischen Druck auf Israel auszuüben, solcherart provozierende Maßnahmen zu unterlassen. Eine Eskalation hat Auswirkungen auf die ganze Region, so Dr. Erekat, und kann auch nicht im Interesse von Israelis und Palästinensern sein.

Premier Prof. Rami Hamdallah sprach in einem Treffen mit dem Leiter des deutschen Vertretungsbüros in Ramallah, Peter Beerwerth ausführlich über die sich zuspitzende, gefährliche Situation in Jerusalem. Er warnte ebenfalls vor einer drohenden Eskalation, die zu einem Flächenbrand für die ganze Region werden kann, sollten keine Maßnahmen zur Deeskalation ergriffen werden. 

Wortmeldungen zur Lage in Jerusalem

Erklärung von den Kirchenoberhäuptern in Jerusalem (Englisch, siehe Anhang)

Stellungnahme des Koordinationsrates der Muslime in Deutschland (Deutsch, siehe Anhang)

Zum Weiterlesen

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