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02.11.2017 09:34

Präsident Abbas: Großbritannien muss Wiedergutmachung für die Balfour-Deklaration und das Leid der 100 Jahre leisten

"An seinem Schreibtisch in London unterzeichnete Balfour am 02. November 1917 einen Brief, in dem er das Land Palästina der Zionistischen Förderation versprach, einer erst kürzlich gegründeten politischen Bewegung, deren Ziel die Schaffung eines jüdisches Staates war. Er versprach ein Land, das er nicht versprechen durfte und ignorierte die politischen Rechte derer, die bereits dort lebten.

Präsident Mahmoud Abbas

Für das palästinensische Volk - mein Volk - waren die Ereignisse, die dieser Brief auslöste ebenso verheerend wie weitreichend," so Präsident Abbas anlässlich des 100. Jahrestages der Balfour-Deklaration.

In dem Text, den der britische Guardian gestern veröffentlichte, schildert Präsident Abbas die Gründe, warum es noch keinen Frieden in Nahost gibt. "Die Balfour-Deklaration ist nichts, was man vergessen kann. (...) Die Balfour-Deklaration ist nichts, was gefeiert werden sollte. (...)

Die physische Handlung der Unterzeichnung der Balfour-Deklaration liegt in der Vergangenheit – es ist nichts, was geändert werden kann. Aber es gibt etwas, das richtig gemacht werden kann. Das erfordert Menschlichkeit und Courage. Es wird notwendig, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen, Fehler zu erkennen und konkrete Schritte zu unternehmen, um diese Fehler zu korrigieren. (...)

Konkrete Schritte zur Beendigung der Besatzung auf Grundlage des Völkerrechts und der Resolutionen, einschließlich der jüngsten Res. 2334 des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen und der Anerkennung des Staates Palästina in den Grenzen von 1967 mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt können ein Weg sein, die politischen Rechte des palästinensischen Volkes zu erfüllen. Erst wenn die Ungerechtigkeit behoben, werden die Voraussetzungen für einen gerechten und dauerhaften Frieden im Nahen Osten geschaffen – im Interesse der Palästinenser, der Israelis und des restlichen Region.“

Den Volltext der Veröffentlichung erhalten Sie über die nachfolgenden Dokumente in englischer, deutscher und arabischer Sprache:

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