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21.12.2017 12:05

Die Realität in Bethlehem unter israelischer Besatzung

In jedem Jahr singen zur Weihnachtszeit Christen auf der ganzen Welt Weihnachtslieder zur Geburt Jesu Christi in der Stadt Bethlehem. Die Realität in Bethlehem ist jedoch düster, umgeben von völkerrechtswidrigen Siedlungen und geprägt von der israelischen Besatzung.

Bethlehem - Blick von der Geburtskirche

Die Atmosphäre in der Stadt ist erstickend. Zudem ist sie getrennt von ihrer kleinen Schwester, der Heiligen Stadt Jerusalem. 

Ein Bericht der PLO-Verhandlungsabteilung widmet sich der Stadt Bethlehem und den schädlichen Auswirkungen der Militärbesatzung auf den Geburtsort Jesu Christi. Darin heißt es: „Es gibt 18 illegale israelische Siedlungen, einschließlich von mehr als 130.000 Siedlern im gesamten Verwaltungsbezirk der Stadt Bethlehem. Dies beinhaltet drei Siedlungen innerhalb der illegal von Israel bezeichneten, erweiterten und annektierten „Jerusalem Municipality“. Tatsächlich umgeben die Stadt Bethlehem israelische Siedlungen von vier Seiten. 

Seit Jahrhunderten sind die Städte Bethlehem und Jerusalem Partnerstädte. Durch die Kolonisierungspolitik, einschließlich der völkerrechtswidrigen Mauer, hat die israelische Besatzung zum ersten Mal in 2000 Jahren des Christentums die beiden Städte getrennt und fragmentiert. Dazu gehören auch die Pilgerrouten, über die man nun einen israelischen Checkpoint passieren muss. 

Israels diskriminierende Gesetze hindern tausende von palästinensischen Einwohnern der Stadt Jerusalem an einer Familienzusammenführung von Ehepartnern und Kinder, die im restlichen Teil des besetzten Palästinas leben. Dies betrifft in besonderem Maße die palästinensischen Christen, die seit Jahrhunderten zwischen Bethlehem, Jerusalem und Ramallah ansässig sind. 

Weitere Informationen erhalten Sie im englischsprachigen Bericht der PLO-Verhandlungsabteilung. 

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