Sie befinden sich hier

Inhalt

22.12.2017 09:20

Außenminister Dr. Riad Al-Malki „Die Internationale Gemeinschaft verteidigte die Integrität und das Ansehen der Vereinten Nationen“

In einer Erklärung begrüßte Außenminister Dr. Riad Al-Malki die überwältigende Unterstützung der UN-Mitgliedstaaten, die gestern in der Generalversammlung die Jerusalem-Resolution angenommen hatten. Wörtlich sagte Dr. Al-Malki, der zur Abstimmung nach New York gekommen war:

Außenminister Dr. Riad Al-Malki

„Die überwältigende Mehrheit der Mitgliedstaaten stimmte für die Resolution, die die Grundsätze des Völkerrechts und frühere Resolutionen des Sicherheitsrates zu Jerusalem bekräftigt. Heute hat die Internationale Gemeinschaft im Sinne des Völkerrechts und der Charta der Vereinten Nationen gestimmt. Mit dieser Abstimmung hat die Internationale Gemeinschaft die Integrität und Bedeutung der Vereinten Nationen und seiner Prinzipien, für die sie stehen, verteidigt. 

Der Staat Palästina steht an der Seite der Internationalen Gemeinschaft bei der Verteidigung und Förderung von Sinn und Zweck des Völkerrechts und der Charta der Vereinten Nationen. Gemeinsam müssen wir den Kurs fortsetzen und das Ansehen der Vereinten Nationen als eine für Frieden und Sicherheit in der Welt unverzichtbare Institution, deren Entscheidungen Achtung und Einhaltung erfordern, weiter fördern.

Das palästinensische Volk ist den Ländern, die heute für die Resolution gestimmt haben, zutiefst dankbar. Es hat Ihre Botschaft der prinzipientreuen Unterstützung laut und klar verhalten.“

Die Erklärung des palästinensischen Außenministers kann in englischer Sprache hier eingesehen werden. 

Hintergrund 

128 der 193 Länder, darunter auch die Bundesrepublik Deutschland, stimmten am gestrigen Donnerstag für die UN-Resolution, die „tiefes Bedauern“ über die jüngste US-Entscheidung zur Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels ausdrückt. Darin heißt es, dass der endgültige Status der Stadt durch Verhandlungen in Einklang mit einschlägigen UN-Resolutionen verhandelt werden müsse. 35 Länder enthielten sich. Neun Länder, darunter die USA, Israel und vier Inselstaaten stimmten dagegen. Im UN-Plenum gab es anders als im Sicherheitsrat, deren Abstimmung die US-Vertretung am Montag blockierte, kein Veto-Recht.   

Kontextspalte