Sie befinden sich hier

Inhalt

03.01.2018 10:46

Hass und Rassismus in Israel stacheln zu Gewalt und Extremismus auf

Immer wieder hetzen und stacheln israelische Regierungsmitglieder und -vertreter durch verbale Äußerungen die ohnehin schon aufgeladene Situation weiter an. PLO-Exkutivmitglied Dr. Hanan Ashrawi: „Die wirkliche Aufhetzung kommt von der israelischen Militärbesatzung Palästinas und versklavt eine ganze Nation.

Israelische Bulldozer dringen am 27.12.17 in den südlichen Gaza-Streifen vor

Die israelische extremistische Regierung unter Benjamin Netanjahu ist verantwortlich für eine Kultur des Hasses und des Rassismus in Israel, die zu Gewalt und Extremismus aufstachelt.“

Jüngste Beispiele der abfälligen und aufwiegelnden Äußerungen israelischer Regierungsmitglieder und –verantwortlichen zeigen, wie die Realität verzerrt und die öffentliche Meinung in die Irre geführt wird: 

Präsident Reuven Rivlin: „(Die Palästinenser)…müssen verstehen, dass wir hier sind, dass das jüdische Volk in sein Heimatland zurückgekehrt ist und das es für das jüdische Volk kein anderes Heimatland als den Staat Israel und das Land Israel gibt.“ (25. Dezember 2017)

„Für uns ist Tokio die einzige Hauptstadt Japans und Jerusalem ist die Hauptstadt des Staates Israel.“ (25. Dezember 2017)

„Die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels und die Verlegung der Botschaften in die Stadt ist ein Meilenstein bei der Anerkennung des Rechts des jüdisches Volkes auf unser Land und ein Meilenstein auf unserem Weg zum Frieden – Frieden für alle Bewohner Jerusalems und die ganze Region.“ (6. Dezember 2017)

Premier Benjamin Netanyahu: „Jerusalem ist unsere Hauptstadt. Sie war es immer und wird es immer sein.“ (21. Dezember 2017)

Es ist besser für die Palästinenser, die Realität anzuerkennen und für den Frieden zu arbeiten, nicht für die Radikalisierung und eine andere Tatsache über Jerusalem anzuerkennen. Sie ist nicht nur die Hauptstadt Israels, sondern wir bewahren auch die Religionsfreiheit in Jerusalem für alle Religionen und wir sind die einzigen, die dieses Versprechen im Nahen Osten halten.“ (13. Dezember 2017)

Verteidigungsminister Avigdor Lieberman: „(Die Bewohner von Wadi Ara) …sollten verstehen, dass sie hier nicht erwünscht sind. Sie sind kein Teil von uns… (Sie) haben keine Verbindung zu diesem Land.. Also fordere ich einen Boykott von Wadi Ara. Geht nicht hin und kauft nicht dort.“ (10. Dezember 2017)

Minister für Bildung Diaspora-Angelegenheiten Naftali Bennett: „Die palästinensische Frage ist ein falsches Thema, genauso, wie die Vorstellung eines palästinensisches Staates ein falscher Staat ist. Es ist kein umfangreiches und zentrales Thema im internationalen oder regionalen Diskurs…Mit Ausnahme von Sendern in London redet niemand über die Palästinenser. Es ist wirklich kein Mainstream-Thema.“ (18. Dezember 2017)

„Keine Friedensregelung kann auf die Teilung Jerusalems begründet werden. Es wird niemals Frieden auf Grundlage eines geteilten Jerusalems geben…Jerusalem wird für immer unter israelischer Souveränität bleiben; das ist eine Tatsache.“ (18. Dezember 2017)

„Es gibt keine Mauer zwischen West- und Ost-Jerusalem. Es gibt kein West- und Ost-Jerusalem. Es gibt nur Jerusalem.“ (18. Dezember 2017)

Justizminister Ayelet Shaked: „Die Registrierung des Landes von Kfar Etzion als Land des jüdischen Nationalfonds ist ein wichtiger Schritt, sowohl symbolisch als auch praktisch, um (die Siedlungen) Gush Etzion und das Land Israel zu halten.“ (20. Dezember 2017)

„Unser Ziel ist es, eines Tages die Souveränität (über die besetzte Westbank) zu erhalten. Aber ich denke, wenn der Präsident in dieser Phase die Botschaft verlegen wird, ist für uns zunächst genug.“ (3. Dezember 2017)

Ministerin für Kultur und Sport Miri Regev: „Israels Ländereien sind nicht besetzt…“ (29. Dezember 2017)

„Je mehr sie hier (in Hebron) graben, desto mehr erfahren sie, dass keine palästinensisch-arabische Verbreitung und keine Verbindung (zwischen dem Land) und dem palästinensisch-arabischen Volk gibt…Dieses Land hat nur eine Verbindung mit einem Volk – den jüdischen Menschen und deshalb werden wir für immer hierbleiben.“ (25. Dezember 2017)

Minister für Wohnungsbau Yoav Galant: „Was Präsident Trumps historische Erklärung beabsichtigt, so denke ich, dass sie den (Siedlungs-) Bau in Jerusalem fördert und stärkt.“ (7. Dezember 2017)

Innenminister Gilad Erdan: „Unsere Antwort auf die UN-Kampagne von Abu Mazen (Mahmoud Abbas) und seinen Unterstützern gegen die USA und Israel wird sein, unsere Souveränität, Sicherheit und unseren Siedlungsbau in jedem Teil Jerusalems zu stärken…Die Palästinenser können drohen und die UN kann abstimmen – wir werden weiterhin unsere Hauptstadt Jerusalem bauen und stärken.“ (21. Dezember 2017)

Knesset-Sprecherin Yuli Yoel Edelstein: „Jerusalem ist die einzige Hauptstadt, die der Staat Israel seit seiner Unabhängigkeit vor fast 70 Jahren hatte und ihr Status ist in der Gesetzgebung verankert.“ (17. Dezember 2017)

Stellv. Außenministerin Tzipi Hotovely: „Wir haben 70 Jahre gewartet, bis die Welt jerusalem anerkannt hat. Also haben wir Geduld, um (auf sie zu warten) und zu verstehen, dass diese (besetzte Westbank) ein Teil Israels ist.“ (8. Dezember 2017)

Vorsitzender von Yesh Atid, Yesh Lapid: „Ich werde nicht über Jerusalem verhandeln…Es ist besser überhaupt keine Vereinbarung zu haben als ein Abkommen, dass Jerusalem trennt.“ (25. Dezember 2017)

Israels Botschafterin bei den UN Danny Danon: „Keine Abstimmung oder Debatte wird die Realität ändern. Jerusalem ist und war immer die Hauptstadt Israels. Wir werden mit unseren Verbündeten weitermachen, um auch diesmal für die historische Wahrheit zu kämpfen.“ (16. Dezember 2017)

„Die Nationen in der Welt müssen verstehen, dass es keinen Frieden ohne Jerusalem als Hauptstadt Israels geben wird. Deshalb rufe ich heute alle Länder dazu auf, sich unseren amerikanischen Freunden anzuschließen, Jerusalem als unsere Hauptstadt anzuerkennen und auch ihre Botschaften zu verlegen.“ (8. Dezember 2017)

Ehem. Armee-General und Führer der israelischen Arbeitspartei Amiram Levin: „Wir waren 1967 zu gut…Wenn sie die Vereinbarungen verletzen, werden wir sie das nächste Mal über den Jordan werfen. Die Palästinenser haben die Besatzung verdient. Sie verdienen nichts, weil sie die Grenzen der Teilung nicht akzeptieren. Das Problem ist, dass die Besatzung korrumpiert und das ist eine existenzielle Gefahr für unsere Gesellschaft.“ (13. Dezember 2017)

Den englischsprachigen Volltext erhalten Sie hier. 

Kontextspalte