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31.01.2018 12:38

Januar im besetzten Palästina

Wie die palästinensische Bevölkerung weiter unter der israelischen Besatzung leiden muss, zeigt die Zusammenstellung von Ereignissen, die wir für den Monat Januar dokumentieren.

Von radikalen Siedlern entwurzelte Olivenbäume am 31. Januar in Nablus

31. Januar: Der 10-jährige Zaid Foud wird von israelischen Truppen bei Razzien in der Al-Lubban al-Sawiya-Schule, südlich von Nablus in der Westbank gelegen, festgenommen. Er soll Steine auf Fahrzeuge von israelischen Siedlern geworfen haben. (Maan)

Radikale Siedler roden dutzende alter Olivenbäume auf palästinensischen Feldern im Gebiet von Nablus. Sie reißen die Bäume heraus und zerstören die Flächen. (Maan)

30. Januar: Israelische Truppen erschießen den 16-jährigen Layth Abu Naim aus der Ortschaft Al-Mughayyer. Im Gebiet von Ramallah wurde er bei Protesten gegen die Besatzungstruppen in den Kopf getroffen. (Maan)

In Hebron, in der Nähe der Ibrahimi-Moschee wird der 5-jährige Ala Ali Abu Miyala von einem israelischen Militärjeep der Besatzungsarmee verletzt und muss im Krankenhaus behandelt werden. Stunden zuvor nahmen Besatzungssoldaten den 23-jährigen Hamza Abdul Qader Khallaf aus der Ortschaft Dura fest. (Alquds)

29. Januar: Israelische Siedler zerstören palästinensisches Ackerland in der Ortschaft Al-Khader, südwestlich der Stadt Bethlehem in der Westbank. Betroffen sind vier dunums fruchtbaren Ackerlandes. (PNN)

Am Sonntag nehmen die Besatzungssoldaten einen Palästinenser in der Nähe der völkerrechtswidrigen Siedlung Itamar, im Gebiet von Nablus in der Westbank fest. (PNN) 

Am Dienstagmorgen nehmen die israelischen Besatzungstruppen insgesamt 56 Palästinenser in der besetzten Westbank und in Jerusalem fest. Razzien fanden in Issawiya und in Jerusalem statt. (PNN) 

28. Januar: Israelische Besatzungssoldaten schießen einen Palästinenser ins Gesicht. Zuvor waren sie mit mehreren Militärfahrzeugen in die Ortschaft Beit Rima, nordwestlich von Ramallah gelegen, eingedrungen. Die Soldaten erstürmten verschiedene Wohnhäuser und versetzten die Eigentümer in Angst und Schrecken. (IMEMC)

26. Januar: Israelische Siedler sprühen rassistische Graffiti an palästinensische Eigentümer und verbrennen ein palästinensisches Auto in der Nacht von Donnerstag auf Freitag. Die Siedler überfielen in den Nachtstunden das Viertel Beit Safafa in Ost-Jerusalem. Im März gab die israelische NGO Yesh Din bekannt, dass die israelischen Behörden nur in 8,2% aller Fälle, in denen Siedler palästinensische Eigentümer beschädigten bzw. Verbrechen begingen überhaupt zur Anklage gebracht haben. Nach Angaben von OCHA, dem UN-Büro in Ramallah, gab es im Jahr 2016 insgesamt 107 Siedlerangriffe auf Palästinenser, ihr Eigentum in der Westbank und im besetzten Ost-Jerusalem. (Wafa)

25. Januar: Israelische Truppen schießen am Mittwochabend dem 16-jährigen Muhyi al-Din Abed al-Rahman in den Hals. Die Tat geschah am Eingang von Burqa, nordwestlich der Stadt Nablus. (Maan)

Insgesamt 19 Palästinenser, darunter sechs Kinder, nehmen israelische Besatzungstruppen im Zuge von Razzien in der Westbank fest. Die Festgenommenen stammen aus dem Gebiet um die Stadt Bethlehem, Wadi Helwa in Silwan und Jerusalem. (Al Ayyam)

Auch im Gaza-Streifen werden zwei Jugendliche Palästinenser in den vergangenen Nachtstunden festgenommen. Beide hielten sich in der Nähe von Karem Abu Salem auf. (PNN) 

24. Januar: Israelische Besatzungstruppen nehmen bei Razzien in der besetzten Westbank insgesamt 18 Palästinenser fest. (Maan)

23. Januar: Israelische Truppen schießen auf zwei jugendliche Palästinenser in der Nähe des Checkpoints Zaatara, südlich von Nablus in der besetzten Westbank. Beide werden durch Schussverletzungen verwundet. (Maan)

22. Januar: Am Sonntag attackiert ein israelischer Siedler mehrere palästinensische Bauern im nördlichen Jordantal. Letzte weideten ihr Vieh und wurden von dem Siedler gejagt, um sie davon abzuhalten. (WAFA)

21. Januar: In Hebron nehmen Besatzungssoldaten bei Razzien in den Nachtstunden acht Palästinenser fest. Unter ihnen sind auch zwei Kinder. (IMEMC)

Die israelische Marine feuert auf verschiedene palästinensische Fischerboote vor der Küste des Gaza-Streifens. Sie drängen die Boote zurück zur Küste. (IMEMC)

20. Januar: Der 57-jährige Hussein Hosni stirbt an den Folgen einer Krebserkrankung in einem israelischen Gefängnis. Die notwendige Behandlung wurde ihm nach Aussagen der Palästinensischen Gefangenenvereinigung nach einer Diagnose verweigert. (IMEMC)

Israelische Besatzungssoldaten feuern auf zwei junge Palästinenser und ein Kind mit gummiummantelten Stahlgeschossen in der Ortschaft Al-Lubban Ash-Sharqiya, südlich der Stadt Nablus. Das erst sechsjährige Kind wird ins Auge getroffen, die anderen beiden von Geschossen im Körper. Zuvor waren Dutzende von Soldaten in die Stadt eingedrungen und attackierten die friedlich protestierenden Menschen mit Schüssen, Tränengas und Schallbomben, die sie von umgebenden Häusern abfeuerten. Mehrere Palästinenser, darunter auch Kinder wurden insb. durch das Tränengas verletzt. (IMEMC)

18. Januar: Israelische Besatzungstruppen töten den 31-jährigen Ahmad Ismail Jarrar im Flüchtlingslager Jenin, in der besetzten Westbank. Zwei weitere Palästinenser werden in den Nachtstunden von den Soldaten verhaftet. Drei Häuser der Familie Jarrar (Ahmad, Ali Khalid und Ismail Nasser Jarrar) werden zerstört. (Maan)

17. Januar: Israelische Siedler beschädigen und zerstören in der Morgendämmerung palästinensische Autos in der Ortschaft Beit Iksa, in Jerusalem. Augenzeugenberichten zufolge schneiden die Siedler die Fahrzeugreifen auf und sprühen rassistische Parolen auf den Lack der Autos. (Maan)

Dutzende Bulldozer der Besatzungsarmee dringen in der Nähe der Ortschaft Al-Qarara, im südlichen Gaza-Streifen am Mittwochmorgen vor. Sie roden unter dem Schutz des Militärs palästinensisches Land. (Maan)

16. Januar: Am Montag verlängern die Besatzungsbehörden die Haft der 16-jährigen Ahed Al-Tamimi und ihrer Mutter. (Paltimes)

In der Ortschaft Burqin, nahe Jenin in der Westbank, werden fünf Palästinenser bei Auseinandersetzungen mit israelischen Besatzungssoldaten verletzt. Die Soldaten waren zuvor in die Ortschaft eingedrungen und haben mehrere Autos zerstört. (Paltimes)

15. Januar: Bevor sie die drei Kinder festnehmen, verletzen die Besatzungstruppen sie und einen jungen Mann im Gebiet von Ramallah, in der besetzten Westbank. (IMEMC)

14. Januar: In Hebron nehmen die Besatzungssoldaten fünf Palästinenser fest. Mehrere Militärjeeps der Besatzungsarmee dringen in Ortschaften in und um Nablus ein. (IMEMC)

13. Januar: Bei Protesten in der Ortschaft Nabi Saleh, nördlich von Ramallah werden sieben Palästinenser von Soldaten verletzt. (IMEMC)

11. Januar:  Mittwochabend attackieren gewalttätige Siedler die Fahrzeuge der Bewohner von Deir Ibize Junction, während die Autos durch den Beit-El-Checkpoint, dem nördlichen Zugang zu Al-Bireh in der Westbank fahren. Augenzeugenberichtenzufolge warfen die Siedler mehrere Steine auf die Autos. (PNN)

Israel setzt seinen Siedlungsbau fort: In 20 völkerrechtswidrigen Siedlungen und sog. Außenposten werden weitere 1.122 Wohneinheiten bewilligt. Zusätzlich werden Ausschreibungen für 651 weitere Wohnungen veröffentlicht. (div. Quellen)

Zwei palästinensische Jugendliche werden durch Gewehrkugeln der Besatzungstruppen bei nächtlichen Razzien verletzt. Die israelischen Besatzungstruppen nehmen insgesamt 12 Palästinenser fest. (Maan)

09. Januar: Israelische Besatzungstruppen nehmen 19 Palästinenser, darunter einen 14-jährigen Jungen bei morgendlichen Razzien in der besetzten Westbank und in Ost-Jerusalem fest. (Maan)

08. Januar: Bei Konfrontationen mit israelischen Besatzungstruppen werden drei Jugendliche von Gummiummantelten Stahlgeschossen in der Ortschaft Mazra’a Gharbiyeh, nordwestlich von Ramallah in der Westbank verletzt. Der 16-jährige Madi Ishtayeh wird in Salem, östlich der Stadt Nablus festgenommen, nachdem er geschlagen wurde. (Al Quds)

In 2017 hat Israel in 382 Fällen Verstöße gegen Journalisten begangen. Dies geht aus einem von der Palestine News and Information Agency veröffentlichten Bericht hervor. Im Vergleich zum Jahr 2016 nahmen die Verstöße um 183 zu. (Palestine News and Information Agency)

07. Januar: Am Eingang der Universität Birzeit, nördlich von Ramallah in der Westbank, verletzten Besatzungssoldaten einen jungen Palästinenser. Er wurde bei Protesten 

von einem Gummigeschoss getroffen und vom eingesetzten Tränengas verletzt. (IMEMC)

06. Januar: Israelische Besatzungstruppen verletzten fünf Palästinenser, die auf der Salahuddin-Straße im besetzten Jerusalem protestieren. (IMEMC)

05. Januar: In Hebron attackieren Besatzungssoldaten zwei junge Palästinenser, verletzen sie, durchsuchen ihre Häuser und nehmen sie schließlich fest. Es handelt sich um den 26-jährigen Mowaffaq Abu Haltam und den 36-jährigen Sabri Ibrahim Ghatasha. (IMEMC)

Der 38-jährige Rami Issa Khalil Ismael wird auf der Straße Nr. 60, in der Nähe der Stadt al-Khader von einem israelischen Siedlerbus gerammt und getötet. Sein Kopf weist schwere Verletzungen auf. Augenzeugenberichtenzufolge raste der Fahrer des Buses trotz guter Sicht auf Ismael und einen weiteren Palästinenser zu, die gerade die Straße überqueren wollten. (IMEMC)

04. Januar: Der 17-jährige Musab Tamimi erliegt seinen Verletzungen, die er durch einen Schuss in seinen Kopf durch israelische Besatzungssoldaten in der Ortschaft Deir Nitham, nördlich von Ramallah erlitten hatte. (Al Quds)

Israelische Kampfflugzeuge feuern vier Raketen auf palästinensisches Land in der Stadt Shoka, im Osten von Rafah im Gaza-Streifen. Südlich der Stadt Rafah treffen zwei weitere Raketen auf palästinensisches Land. Dabei werden die betreffenden Landstriche und ein in der Nähe gelegenes Haus schwer beschädigt. (Safa)

03. Januar: Von einem Schrapnel wird ein Palästinenser in der Ortschaft Salem, östlich von Nablus gelegen, verletzt. Zudem dringen sie in das Dorf Beit Fajjar, südlich von Bethlehem ein und beschlagnahmen acht Fahrzeuge. (IMEMC)

Israelische Besatzungssoldaten nehmen insgesamt 22 Palästinenser im Zuge nächtlicher Razzien in der besetzten Westbank fest. (IMEMC)

02. Januar: Im Rahmen einer Abstimmung stimmten die Mitglieder des Likud für eine Resolution, die u.a. den uneingeschränkten Bau von Siedlungen, die international als völkerrechtswidrig kritisiert werden, vorsieht. (div. Quellen)

01. Januar: In den ersten Stunden des neuen Jahres nehmen Besatzungstruppen insgesamt 26 Palästinenser bei Razzien, darunter viele im Gebiet von Tulkarem in der besetzten Westbank fest. (IMEMC)

Der Familie des inhaftierten Yousef Mustafa Kamil (20) wird in der Stadt Qabatia, südlich von Jenin, eine Abrissverfügung ausgehändigt. Weil die Besatzungstruppen glauben, dass der 20-jährige und der 19-jährige Mohammad Abu ar-Rob für den Tod eines israelischen Siedlers am 04.10.17 verantwortlich sind, sollen die Wohnhäuser der Familien abgerissen werden. Das Wohnhaus des 19-jährigen Mohammad Abu ar-Rob wurde bereits am 01.12.2017 zerstört. (IMEMC)

BITTE BEACHTEN SIE:  Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. 

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