Sie befinden sich hier

Inhalt

26.02.2018 08:31

Im Gedenken an das Massaker in der Ibrahimi-Moschee

Am Sonntag jährte sich das Massaker in der Ibrahimi-Moschees zum 24. Mal. Während der Freitagsgebete wurden 29 Palästinenser getötet und 125 verletzt.

Baruch Goldstein, ein israelischer Siedler, der eine Geschichte des Rassismus und der Assoziation mit extremistischen israelischen Bewegungen hat, führte das Massaker, während des heiligen Fastenmonats Ramadan, aus.

Nach dem ersten Angriff wurden 35 Palästinenser von der israelischen Armee während der Proteste  

vor der Moschee und außerhalb von dem Ali-Krankenhaus in Hebron getötet. Als Reaktion auf das Massaker festigte die israelische Armee ihre Besatzung und verstärkte die Kontrolle über die palästinensische Bevölkerung in Hebron. Die israelische Armee schloss 520 Geschäfte, die bis heute geschlossen sind, teilte die Ibrahimi-Moschee in zwei Teile auf und gewährte Zugang zu mehr als der Hälfte davon, einschließlich aller umliegenden Gärten, den israelischen Siedlern.

Die palästinensischen Gläubigen müssen ebenfalls durch einen Kontrollpunkt gehen, um zu der Ibrahimi-Moschee zu langen. Jedoch wird ihnen der Zugang oft, vor allem während jüdischer Feiertage und Gebete, verboten.  

Später sperrte die israelische Armee die Shuhada-Straße, Hauptstraße durch Hebron ab und schloss alle Geschäfte, Stadt- und Regierungsbüros sowie den zentralen Busbahnhof. Die Shuhad-Straße verwandelte sich in eine Geisterstadt.

Seit 2010 gibt es eine von den Palästinensern geführte Kampagne für die Wiedereröffnung der Shuhada-Straße und um auf die rassistische Politik der israelischen Regierung aufmerksam zu machen. Während sich israelische Siedler frei auf den Straßen bewegen können und Waffen tragen, haben Palästinenser nur eingeschränkten Zugang und müssen Checkpoints überqueren, um ihre Häuser zu erreichen, in denen sie oft physischen Angriffen von Siedlern und Soldaten ausgesetzt sind.

OCHA berichtet, dass „die Zwangsbedingungen, die durch Zugangsbeschränkungen und systematische Belästigungen durch israelische Siedler entstehen, dazu geführt haben, dass tausende Palästinenser zwangsumgesiedelt wurden und sich die Lebensbedingungen der verbleibenden Personen verschlechtert haben."

Mehr über die Kampagne erfahren Sie hier. 

Mehr über die Besatzung und Auswirkungen in Hebron erfahren Sie hier.

Kontextspalte