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29.03.2018 12:54

Zum Tag des Bodens

Heute ist der 42. Jahrestag des „Tag des Bodens“. Wir erinnern an diejenigen, die 1976 ihr Leben verloren haben, während sie friedlich gegen die rechtswidrige israelische Beschlagnahmung ihres Landes, die 21.000 Dunams in Galiläa umfasste, protestierten.

Sechs Palästinenser wurden an diesem Tag vom israelischen Militär getötet und über 100 verletzt. Es ist der Tag, an dem wir Palästinenser zusammenkommen, um unsere fortwährende Verbundenheit mit dem Land unserer Ahnen zu demonstrieren und gegen die fortgesetzte Verleugnung unserer Menschenrechte zu protestieren.

Heute werden die Palästinenser im Rahmen des "Großen Rückkehrmarsches", der am 30. März beginnt und am 15. Mai seinen Höhepunkt erreicht wird, friedlich zu den Checkpoints und der Trennmauer marschieren, um ihr Rückkehrrecht einzufordern. In diesem Jahr fällt der Marsch zusammen mit der 70-jährigen Erinnerung an die Nakba „die Katastrophe“, in der 75% der palästinensischen Bevölkerung von ihrem Land vertrieben wurde.

Die Politik des Landdiebstahls und der Enteignung dauert unverändert an: Israel beschlagnahmt palästinensisches Land in den 1967 besetzten palästinensischen Gebieten rechtswidrig, macht die Bewohner obdachlos und schneidet sie von den lebenswichtigen Strukturen ab, um Platz für ausschließlich jüdische Siedlungen zu schaffen. Diese Politik wird durch Hauszerstörungen, illegale Landkonfiszierung und Zwangstransfer gestützt.

Das palästinensische Zentralamt für Statistik veröffentlichte heute die nachfolgenden Faken: 

Israelische Siedlungen: Kontinuierliche Expansion

Bis Ende 2016 gab es 150 illegale israelische Siedlungen und 107 sog. Außenposten. Darüber hinaus kam es im Jahr 2017 zu einer Beschleunigung und Erweiterung des Siedlungsbaus in der Westbank, in der die israelische Besatzung den Bau von 16.800 neuen Wohneinheiten genehmigte; 1/3 davon befinden sich im besetzten Ost-Jerusalem. Darüber hinaus genehmigte die israelische Besatzung im Jahr 2017 die Einrichtung von vier neuen Siedlungen. Die Siedlerbevölkerung in der Westbank (einschließlich Ost-Jerusalem) hat 600.000 israelische Siedler überschritten.

Politik des Abrisses

Die israelische Politik der Hauszerstörungen hat 2017 zugenommen; 433 palästinensische Häuser und Gebäude wurden von der israelischen Besatzungmacht abgerissen. Dadurch wurden 700 Menschen, die Hälfte davon Kinder, in der Westbank und Ost-Jerusalem vertrieben.

Landbeschlagnahmung 

Die israelische Besatzung veranlasste im Jahr 2017 die illegale Enteignung von etwa 2.100 Dunum palästinensischen Landes. Weitere Landflächen (Hunderte von Dunums) wurden durch die Erweiterung von ausschließlich israelischen Straßen, Straßensperren und die Einrichtung militärischer Kontrollpunkte zum Schutz der Siedler illegal eingenommen. Außerdem wurden neue Aufträge zur Beschlagnahmung von 852 Dunum palästinensischen Landes in der Westbank erteilt. Schließlich bleibt das Gebiet C der Westbank (60% der Westbank) unter der vollen israelischen Kontrolle, während palästinensische Bauern und Einwohner wenig oder keinen Zugang zu ihren Eigentümern haben.

Israelische Besatzung - Gewalt und Rechtsverstöße

Die Zahl der von der israelischen Besatzung im Zeitraum vom 29. September 2000 bis zum 31. Dezember 2017 getöteten Palästinenser betrug 10.463. Im Jahr 2017 erreichte die Zahl der getöteten Palästinenser 94, darunter sind 16 Kinder und zwei Frauen. Die Zahl der verletzten Palästinenser betrug im Jahr 2017 etwa 8.300 Personen. Schließlich sind im März 2018 rund 7.875 Palästinenser in Haft. Davon sind 62 Frauen und mehr als 376 Kinder.

Den vollständigen Bericht des palästinensischen Statistikamtes erhalten Sie in englischer Sprache hier.

Die englischsprachige Erklärung von PLO-Exekutivmitglied Dr. Hanan Ashrawi erhalten Sie hier.

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