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02.05.2018 12:10

April-Bericht zu israelischen Anstiftungen

„Die wirkliche Aufhetzung kommt von der israelischen Militärbesatzung Palästinas und versklavt eine ganze Nation. Die israelische extremistische Regierung unter Benjamin Netanjahu ist verantwortlich für eine Kultur des Hasses und des Rassismus in Israel, die zu Gewalt und Extremismus aufstachelt,“ so PLO-Exekutivmitglied Dr. Hanan Ashrawi.

Aktuelle Beispiele der abfälligen und aufwiegelnden Äußerungen israelischer Regierungsmitglieder und –verantwortlichen zeigen, wie die Realität verzerrt und die öffentliche Meinung in die Irre geführt wird: 

Premier Benjamin Netanjahu:Die Realität zu erkennen ist die Art, um Frieden zu schaffen. Du kannst keinen Frieden auf der Grundlage von Lügen aufbauen, weil er auf dem Felsen der Realität zerbricht. Es ist wichtig, jene Prinzipien zu etablieren, die letztlich den Frieden auch leiten werden: Dass Israel eine Hauptstadt hat, dass das jüdische Volk seit 3.000 Jahren eine Hauptstadt hat und dass diese Jerusalem heißt – das ist unbestreitbar. Es ist an der Zeit, diese Tatsache anzuerkennen.“ (19. April 2018)

Verteidigungsminister Avigdor Liebermann: „Gestern (20. April) haben wir gesehen, wie die israelische Armee die zumeist moralischste in der Welt ist. Sie gibt sich die größte Mühe, unschuldigen Menschen nicht zu schaden. Ich wiederhole mich mit Blick auf die Bewohner von Gaza, als Tipp für Langlebigkeit: Bleibt weg vom Zaun.“ (21. April 2018)

Im Gaza-Streifen gibt es keine unschuldigen Menschen.“ (08. April 2018)

„Israelische Soldaten taten, was notwendig war. Ich denke, alle unsere Soldaten verdienen eine Medaille (für das Töten unbewaffneter palästinensischer Demonstranten). Eine Untersuchungskommission – die wird es nicht geben.“ (01. April 2018)

Ministerin für Kultur und Sport, Miri Regev: „Wir sind nach Samaria zurückgekehrt (besetzt Westbank). Wir kamen nachhause. Selbst wenn sie hier ganz tief graben, werden sie hier keine palästinensische Münze finden. Auf der anderen Seite jedoch sehen wir hier unsere Geschichte – das alte Königreich Israel, das hier in Sebastia war.“ (04. April 2018)

Minister für Wissenschaft, Technologie und Raumfahrt, Ofir Akunis: „ Er (unbewaffneter Demonstrant in Gaza) ist kein unschuldiger Zivilist, der kommt, um Frieden zu suchen. Da bin ich mir sicher.“ (10. April 2018) 

Minister für regionale Kooperation, Tzachi Hanegbi: „(US-Präsident Donald Trump) hat künftige Verhandlungen nicht vorweggenommen oder Grenzen gezogen. Er erkannte die historische Realität der Verbindung des jüdischen Volkes mit Jerusalem an. Es ist eine Tatsache, dass sie die Hauptstadt des Staates Israel ist.“ (29. April 2018)

Stellv. Außenministerin, Tzipi Hotovely: „Die Mehrheit der Menschen versteht, dass die Teilung des Landes eine Katastrophe wäre. Die Polarisierung findet hauptsächlich in den Medien und sozialen Medien statt.“ (19. April 2018)

Stellv. Sprecher der Knesset, Bezalel Smotrich (Habayit Hayehudi): „Meiner Meinung nach hätte sie (der palästin. Teenager und Gefangene Ahed Tamimi) zumindest in die Kniescheibe eine Kugel bekommen sollen…Das hätte sie für den Rest ihres Lebens unter Hausarrest gestellt.“ (21. April 2018)

Knesset-Mitglied Avi Dichter (Likud): „Wer nicht zur jüdischen Nation gehört, kann den Staat Israel nicht als seinen Nationalstaat definieren.“ (30. April 2018)

Israelischer Botschafter in Ghana, Ami Mehel: „Es gibt kein OPT (besetztes palästinensisches Gebiet), es gibt kein Palästina, es gab niemals Palästina. Es ist Israel, er (der ghanaische Parlamentarier Ras Mubarak) will Israel betreten!“ (11. April 2018)

Erziehungs- und Innenminister a.D., Gideon Sa’ar: „Wir wollen die Palästinenser nicht kontrollieren…und die Wahrheit ist, wir wollen sie niemals kontrollieren.“ (29. April 2018)

„Die Hamas im Gaza-Streifen und die Palästinensische Autonomie in der Westbank sind für das Wohlergehen ihres Volkes verantwortlich. Sie dürfen aber keine souveräne Nation aufbauen, wenn Israels Sicherheitsanliegen nicht berücksichtigt werden.“ (29. April 2018)

Den englischsprachigen Volltext des April-Berichtes finden Sie hier.  

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