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14.06.2018 13:31

UN-Vollversammlung verurteilt Israel für jüngste Gewalt im Gaza-Streifen

Die UN-Vollversammlung hat gestern in einer Resolution Israel für die jüngste Gewalt im Gaza-Strafen verurteilt. In der UN-Res. A/ES - 10/L.23 fordert sie den Schutz der palästinensischen Zivilbevölkerung in den besetzten Gebieten, einschließlich in Ost-Jerusalem und insb. im Gaza-Streifen.

So wird Israel aufgefordert, unverzüglich den Einsatz von scharfer Munition gegen Zivilisten, einschließlich Kindern, Journalisten und Medizinern durch wahllosen, übermäßigen und unverhältnismäßigen Einsatz von Gewalt zu unterlassen. Israel als Besatzungsmacht hat sich an das humanitäre Völkerrecht zu halten, insb. an die Vierte Genfer Konvention, so die Res.

In den vergangenen zweieinhalb Monaten versammelten sich die Menschen im Gaza-Streifen an der Grenze, um friedlich und unbewaffnet im Rahmen der Kampagne "Great March of Return" für ihr Recht auf Rückkehr und die illegale Blockade des Gaza-Streifens zu demonstrieren. Die israelischen Besatzungstruppen reagierten mit beispielloser tödlicher Gewalt. Bis heute starben 135 Palästinenser durch israelische Gewalt und mehr als 14.700 wurden verletzt.

Die Sitzung der UN-Vollversammlung fand auf Antrag des Staates Palästinas, der seit 2012 den UN-Beobachterstatus inne hat, statt. Für die Resolution stimmten 120 Länder, acht Länder stimmten dagegen und 45 enthielten sich der Stimme.

Link zur UN-Resolution


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