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19.10.2018 13:39

Staat Palästina übernimmt Vorsitz der Gruppe 77 bei den Vereinten Nationen

Mit 146 Stimmen wurde der Staat Palästina bei der 73. UN-Generalversammlung zum Vorsitzenden der Gruppe 77 im Jahr 2019 gewählt. Israel, die USA und Australien lehnten den Antrag ab. Es gab zudem 15 Stimmenthaltungen. Deutschland stimmte für Palästina und unterstützte somit die Übernahme des Vorsitzes.

Der Außenminister Palästinas, Dr. Riad Al-Malki begrüßte ausdrücklich diese Entscheidung und betonte die Bedeutung der Gruppe 77 als größte der Vereinten Nationen. So werden von ihr 80% aller Fragen, die das gemeinsame internationale Interesse betreffen und auf der UN-Agenda stehen, behandelt.  

Das Ergebnis dieser Abstimmung zeigt, dass die internationale Gemeinschaft das Recht des Staates Palästina, ein Mitglied der Vereinten Nationen zu sein, unterstützt, ebenso auch die Notwendigkeit der Beendigung der israelischen Besatzung und die Zwei-Staaten-Lösung. 

PLO Exekutivmitglied Dr. Hanan Ashrawi begrüßte ebenfalls diese Entscheidung und bedankte sich im Namen aller Palästinenser bei den Wählern, die sich für Frieden und Gerechtigkeit entschieden haben: „Unsere Hoffnung ist es, dass diesem positiven Schritt ernsthafte und konkrete Maßnahmen folgen. Das palästinensische Volk muss geschützt und Israel für seine anhaltenden Verstöße und Verbrechen gegen das Völkerrecht zur Rechenschaft gezogen werden. Die Gründung eines unabhängigen, souveränen palästinensischen Staates in den Grenzen von 1967 mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt muss gesichert werden,“ so Ashrawi.

Volltext der englischsprachigen Erklärung von Dr. Ashrawi

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