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29.10.2018 14:06

Gaza weiter unter Beschuss - Dr. Ashrawi verurteilt Tötung der drei Kinder als Kriegsverbrechen

Am vergangenen Wochenende war der Gazastreifen wieder der brutalen Gewalt der israelischen Besatzungstruppen ausgesetzt.

Erneut hatten sich im Rahmen des „Great March Return“ viele Palästinenser an der Grenze versammelt, um um friedlich für ihre Rechte zu demonstrieren. Dabei schossen die israelischen Besatzungstruppen fünf Palästinenser nieder: Ayesh Sha’th, Saeed Abu Libdeh, Nassar Abu Taym, Yahya Al-Hasnat and Mohammed Abdul Nabil. Insgesamt 230 wurden durch Gummigeschosse der israelischen Armee verletzt. Unter ihnen sind 35 Kinder und vier Sanitäter. 

Im nordöstlichen Teil von Khan Younis töteten die Besatzungstruppen die drei Kinder Khaled Bassam Mahmoud Abu Saeed (13), Abdul Hameed Mohammed Abdul Aziz Abu Zaher (13) und Mohammed Ibrahim Abdullah al-Sutari (13). Gem. der Genfer Konvention, die den Schutz von Zivilisten und Kindern sichert, werden diese Taten als Kriegsverbrechen angesehen. 

Dr. Hanan Ashrawi, Mitglied des PLO-Exekutivkomitees, warnte: „Solange die internationale Gemeinschaft schweigt, wird die jahrzehntelange Ungerechtigkeit der Palästinenser weitergehen“. Sie fügte hinzu: „Es ist an der Zeit, dass die Regierungen auf der ganzen Welt den Schutz der palästinensischen Bevölkerung übernehmen und eine effektive Rechenschaftspflicht Israels gewährleisten“.

Sie appellierte an den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) prinzipientreu zu handeln und eine zügige Untersuchung der ungeheuerlichen Aggressionen Israels und der eklatanten Kriegsverbrechen gegen die Palästinenser voranzutreiben.

Seit dem 30. März wurden 205 Palästinenser im Gaza-Streifen getötet. Unter ihnen sind mindestens 37 Kinder. Mehr als 22.000 Palästinenser wurden bisher verletzt.  

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