Sie befinden sich hier

Inhalt

26.11.2018 13:59

Besatzungstruppen inhaftieren erneut Gouverneuer von Jerusalem

Gestern verhafteten israelische Besatzungstruppen den palästinensischen Gouverneuer von Jerusalem, Adnan Geith. Einem israelischen Gerichtsbeschluss zufolge wird er für fünf Tage inhaftiert. Es ist bereits das dritte Mal innerhalb eines Monats, dass Geith verhaftet wird.

So wurde ihm verboten, Palästina zu verlassen und für sechs Monate verhängten die Behörden ein Einreiseverbot für die Westbank. Das Verbot wurde unter dem Vorwand der Anstiftung angeordnet. So stelle er angeblich eine „Bedrohung für die Sicherheit des Staates Israel“ dar.  Geith darf auch nicht mit einer Reihe palästinensischer Beamten in Kontakt treten, die in der besetzten Westbank leben. Wie die Anwälte von Geith mitteilten wurde seine Haft bis Donnerstag, 29. November unter dem Vorwand sog. fortgesetzter Ermittlungen verlängert. 

Regierungssprecher Yousef al-Mahmoud verurteilte die erneute Festnahme Geiths. Er sagte: „Israel will zeigen, dass nur sie und nicht die Palästinenser in allen Angelegenheiten der besetzten Stadt Jerusalem das letzte Wort haben.“

Auch PLO-Generalsekretär Dr. Saeb Erekat und PLO-Exekutivmitglied Dr. Hanan Ashrawi verurteilten die erneute Festnahme und Verhängung des Verbots. Derartige Maßnahmen sind Teil der israelischen Politik der ethnischen Säuberung, der Isolierung der besetzten Stadt Jerusalem, die Vertreibung tausender, indigener Einwohner. Sie dienen dazu, die palästinensische Präsenz aus der Stadt zu entfernen und ihren demokratischen, geographischen, kulturellen, historischen, religiösen und politischen Charakter zu verändern. 

Kontextspalte