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30.01.2019 15:18

Israelischer Siedlungsplan bedroht die Kulturlandschaften von Jerusalem und Battir

Ein am Dienstag von israelischen Behörden veröffentlichter Plan zum Bau einer 1,4km langen Seilbahn stellt eine konkrete Bedrohung für die Kulturlandschaften in Jerusalem und Battir dar. Die Seilbahn soll den Westen der Stadt mit dem besetzten Osten verbinden. Betroffen ist Silwan, im besetzen Ost-Jerusalem.

Blick von Battir zur völkerrechtswidrigen israelischen Siedlung Har Gilo

PLO-Exekutivmitglied Dr. Hanan Ashrawi verurteilte den Plan zum Bau der Seilbahn durch Jerusalem, den Ölberg mit dem Al-Buraq-Platz verbindend. Sie sagte, dass dieses Projekt Teil des israelischen Besatzungsplanes ist, die Heilige Stadt Jerusalem zu judäisieren, ihr Erbe zu verzerren, den Charakter und die kulturell-religiösen Errungenschaften zu verändern. In ihrer Erklärung rief sie die internationale Gemeinschaft, darunter die Vereinten Nationen und zuständigen Organe dazu auf, ihren rechtlichen, humanitären und politischen Verantwortlichkeiten zum Schutz des kulturellen, historischen, religiösen Natur- und Kulturerbe Palästinas gerecht zu werden. Israel müsse sich an das Völkerrecht halten und internationale Konventionen und Resolutionen einhalten, so Dr. Ashrawi. 

Der vorgestellte Siedlungsplan betrifft auch das palästinensische Dorf Battir in der Nähe der Stadt Bethlehem. In dem Tal leben etwa 5.000 Einwohner aus kanaanitischen Zeiten. Zum Kulturerbe gehören römische Quellen, historische Terrassenanlagen und Bewässerungssysteme, Bäder und Wanderwege, aber auch Gräber, Steinhäuser, Türme, Olivenhaine und Weinberge. Seit 2014 gehört Battir zum UNESCO-Welterbe.  

Weitere Informationen zur israelischen Siedlungspolitik im Dorf Battir erhalten Sie in englischer Sprache hier. 

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