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05.03.2019 13:14

Dr. Hanan Ashrawi: Beispiele israelischer Rhetorik

In einer Auflistung hat PLO-Exekutivmitglied Dr. Hanan Ashrawi zahlreiche Beispiele jüngster abfälliger Äußerungen und Anstachelungen israelischer Regierungsmitglieder, die Tatsachen verfälschen und die öffentliche Meinung irreführen, für den Monat Februar dokumentiert. Im Folgenden finden Sie eine Auswahl in deutscher Übersetzung:

Justice Minister Ayelet Shaked and co-founder of the New Right (Hayamin Hahadash) Party: 

"We [the New Right Party] think that we should apply Israeli law on Area C [occupied West Bank]. We have talked about it for many years, and this is our plan." (February 3, 2019)

Ayelet Shaked, Justizminister und Mitbegründer der Partei Neue Rechte (Hayamin Hahadash):

Wir glauben, dass wir israelisches Gesetz im C-Gebiet [ca. 60% der besetzten Westbank] anwenden sollten. Wir haben viele Jahre darüber diskutiert und das ist unser Plan.

Knesset Speaker Yuli Edelstein (Likud Party): 

"The 21st Knesset will be the one to start applying Israeli sovereignty in Judea and Samaria [occupied West Bank]. That's my assessment, and I at least will do everything in my power so that will happen." (February 1, 2019) 

Yuli Edelstein, LikudMitglied und Sprecher der Knesset:

Die 21. Knesset wird damit beginnen, die israelische Souveränität in Judäa und Samaria [besetzte Westbank] durchzusetzen. Das ist meine Einschätzung und ich werde alles in meiner Macht Stehende tun, damit es dazu kommen wird.

Knesset candidate for the New Right (Hayamin Hahadash) Party: 

"We have sovereign rights to Judea and Samaria [occupied West Bank]. Our sovereign claims under international law to Judea and Samaria [occupied West Bank] are stronger than anybody else’s. They emanate from the League of Nations, and were never annulled or superseded. So there is no other nation with sovereign rights to Judea and Samaria [occupied West Bank], only the Jewish people and the State of Israel. We have to assert these rights, and we have to ensure that they are respected. It’s high time that we start." (February 20, 2019)

Caroline Glick, Kandidatin der Partei Neue Rechte (Hayamin Hahadash) für die Knesset:

Wir besitzen souveräne Rechte über Judäa und Samaria [besetzte Westbank]. Laut dem Völkerrecht ist unser Souveränitätsanspruch auf Judäa und Samaria [besetzte Westbank] stärker als die aller anderen. Diese gehen aus dem Völkerbund hervor und wurden nie annulliert oder ersetzt. Daher gibt es keine andere Nation mit souveränen Rechten auf  Judäa und Samaria [besetzte Westbank] bis auf das jüdische Volk und den Staat Israel. Wir müssen diese Rechte geltend machen. Wir müssen dafür sorgen, dass sie respektiert werden. Es ist höchste Zeit, zu beginnen.

Education Minister and Diaspora Affairs Minister and co-founder of the New Right (Hayamin Hahadash) Party Naftali Bennett 

"Let my people know what will happen to Jerusalem. It’s our land. It’s our lives. It’s our future. And it’s our right to decide our fate. The Land of Israel has been our homeland for almost 4,000 years [sic]. Nobody can tear it apart. Nobody can divide Jerusalem again." (February 27, 2019)

Naftali Bennett, Bildungsminister und Minister für Diaspora-Angelegenheiten, sowie Mitbegründer der Partei Neue Rechte (Hayamin Hahadash):

"Lass mein Volk wissen, was mit Jerusalem passieren wird. Es ist unser Land. Es sind unsere Leben. Es ist unsere Zukunft. Und es ist unser Recht, unser Schicksal zu bestimmen. Das Land Israels ist seit fast 4.000 Jahren unser Heimatland [sic]. Niemand kann es auseinanderreißen. Niemand kann Jerusalem wieder teilen."

Culture and Sport Minister Miri Regev:

"Their [Palestinian members of the Knesset] place is in Gaza and not in Jerusalem. Time and time again, [Joint list member Ahmad] Tibi and his group insist on proving to everyone that they are not really worthy of being members of the Israeli Knesset, they are Trojans who seek the evil of the State of Israel." (February 3, 2019)

Miri Regev, Kultur- und Sportminister:

Ihr Platz (palästinensische Mitglieder der Knesset) ist in Gaza und nicht in Jerusalem. Wieder und wieder bestehen [Ahmad von der Joint list] Tibi und seine Gruppe darauf, beweisen zu müssen, dass sie es nicht wirklich wert sind, Mitglieder der Knesset zu sein. Sie sind Trojaner, die dem Staat Israel Unheil bringen.“ 

Den englischsprachigen Volltext finden Sie hier.

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