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28.03.2019 18:11

Zum Tag des Bodens

Heute ist der 43. Jahrestag des „Tag des Bodens“. Wir erinnern an diejenigen, die 1976 ihr Leben verloren haben, während sie friedlich gegen die rechtswidrige israelische Beschlagnahmung ihres Landes, die 21.000 Dunums in Galiläa umfasste, protestierten.

Sechs Palästinenser wurden an diesem Tag vom israelischen Militär getötet und über 100 verletzt. Es ist der Tag, an dem wir Palästinenser zusammenkommen, um unsere tief verwurzelte Verbundenheit mit dem Land unserer Ahnen zu demonstrieren und gegen die fortgesetzte Verleugnung unserer Menschenrechte zu protestieren.

Dieser Tag ist den Palästinensern seit 43 Jahren viel wert. Er hat seit einem Jahr durch den „Great March of Return” eine weitere Bedeutung gewonnen. Die friedlichen Proteste in dem Gaza-Streifen, die am 30. März 2018 begannen, erinnern an das Rückkehrrecht von Millionen palästinensischen Flüchtlinge, und fordern ein Ende der 12-jährigen israelischen Land-, Meer- und Luftblockade. Im Zuge dieser Proteste wurden über 250 Palästinenser getötet, die sich zu den Opfern des Land-Days von 1976 reihen.

Dieses Jahr gedenken die Palästinenser den Tag des Bodens inmitten eines turbulenten internationalen Umfelds. Die unverhohlene Parteilichkeit der USA im Zusammenspiel mit israelischer Straffreiheit ermutigt die israelische Regierung ihre Besatzung zu festigen. Mit ihrem radikalen Siedlungsbau, Landraub, Häuserzerstörrungen und der Zwangsumsiedlung tausender Palästinenser signalisiert Israel, dass kein Interesse an der Zwei-Staatenlösung besteht.

Die Situation wird in der Westbank, Jerusalem und Gaza-Streifen ohne das aktive Eingreifen der internationalen Gemeinschaft unlösbar. Ihre bisherigen Versuche, den Siedlungsbau zu stoppen, scheiterten allesamt daran, dass sie ihrer rechtlichen und moralischen Verantwortung für den Frieden und der Verurteilung von Völkerrechtsverstößen nicht gerecht wurde. Sie darf im Angesicht der israelischen Kolonialpolitik nicht machtlos und vor dem Hintergrund dessen Alliierten, den USA, nicht hörig sein. Die ganze Welt muss realisieren, dass Israel eine Besatzungsmacht ist, die ihre internationalen Pflichten nicht nachkommt.  

Ein vollständiger Bericht des palästinensischen Statistikamtes zum Tag des Bodens erhalten Sie in englischer Sprache hier.

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