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23.05.2019 14:29

UNRWA-Bericht für 2018

Das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) veröffentlichte am Dienstag seinen jährlichen Gesundheitsbericht für 2018.

Trotz der finanziellen Krise, in das UN-Flüchtlingshilfswerk im vergangenen Jahr geraten ist, konnte es seine Dienstleistungen für 5,4 Millionen Flüchtlinge, die medizinische Grundversorgung und die Förderung von Krankenhausleistungen in den fünf Einsatzgebieten im Gaza-Streifen, Libanon, Jordanien, Syrien und der West-Bank, einschließlich Ost-Jerusalem, ununterbrochen fortgesetzt.
 
Seit fast 70 Jahren bietet das UN-Flüchtlingshilfswerk registrierten palästinensischen Flüchtlingen umfassende medizinische Grundversorgung, mit Fokus auf den Schutz, der Förderung und den Erhalt der Gesundheit während allen Lebensphasen durch den „Lebenszyklus-Ansatz“. 2018 versorgte das Hilfswerk täglich knapp 23.000 Patienten mittels seines Netzwerkes der 144 Gesundheitszentren (HCs) in den fünf Einsatzgebieten.

Im Jahr 2018 war das HP mit einer Reihe Herausforderungen konfrontiert. Dies gilt insb. für die beispiellose finanzielle Krise,  die aufgrund von Finanzierungsengpässen den Kern unserer primären medizinischen Grundversorgung gefährdete. Darüber hinaus erhöhte der medizinische Notstand im Gaza-Streifen, Grund hierfür sind die Proteste des „Great March of Return“, den Druck auf das ohnehin schon überlastete Gesundheitssystem: Mehr als 4.000 Verletzte suchten unsere Gesundheitszentren auf, die meisten von ihnen hatten Schusswunden“, betont Akihiro Seita, UNRWA Leiter des Gesundheitswesens. „Andauernde Konflikte in Syrien behindern in einigen Gebieten den sicheren Zugang zu Gesundheitsversorgung. Auch die Beschaffung von lebenswichtigen qualitativen Medikamenten war eine Herausforderung. Die allgemeine Situation war katastrophal, dennoch haben wir uns dem Druck nie gebeugt,“ so Seita weiter.  
 
Über die Aufrechterhaltung der bestehenden Dienste hinaus hat das UNRWA- Gesundheitswesen weitere Neuerungen in sein Programm aufgenommen: Die Gesundheitsreform basierend auf dem Family Health Team (FHT) Modell sowie das e-Health System 2018 wurden fortgeführt und erweitert. Zum Ende des Jahres 2018 haben alle 144 HCs des Hilfswerkes das FHT umgesetzt und 129 HCs haben das e-Health-System eingeführt, das nun etwa 3,5 Millionen Datensätze registrierter palästinensischer Flüchtlinge aufweist.

Den vollständigen Bericht erhalten Sie in englischer Sprache hier.

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