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26.06.2019 15:10

UN-Geberkonferenz in New York: 110 Millionen US-Dollar für die UNRWA

Bei der jährlichen UN-Geberkonferenz in New York, die zeitgleich mit dem US-initiierten Workshop in Bahrain stattfand, hat das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNRWA) Finanzzusagen in Höhe von 110 US-Doller erhalten. Größere Beträge kamen unter anderem von der EU und Großbritannien.

 
UN-Generalkommissar Pierre Krähenbühl begrüßte die Summe als „sehr guten Betrag“ für die Arbeit des Hilfswerkes, dass seit 1949 rund fünf Millionen Palästinenser und ihre Nachkommen im besetzten Palästina, im Libanon und Jordanien unterstützen. Dafür benötigt die UNRWA rund 1,2 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Bereits im vergangenen Jahr hatte die US-Regierung ihre Finanzhilfen komplett eingestellt und die Arbeit der UNRWA als „unumkehrbar fehlerhaft“ bezeichnet und regte an, dass sie durch andere Länder und lokale Träger übernommen wird (Neudefinierung des Flüchtlingsstatus).  
 
Krähenbühl erinnerte daran, dass das Mandat des Hilfswerkes in der UN-Generalversammlung verankert sei und weder ein noch mehrere Länder über die Zukunft der UNRWA bestimmen können. Neben dem Bildungssystem und den Gesundheitseinrichtungen müsse vor allem die Versorgung der palästinensischen Bevölkerung im Gaza-Streifen sichergestellt werden. Wenn diese kollabiere, dann wäre die dadurch entstehende Instabilität in der Region enorm, so Krähenbühl. Die Angebote der UNRWA umfassen Bildung, Gesundheitsversorgung, Infrastruktur, Soforthilfe und Mikrofinanzierung. Sie wurde mangels einer dauerhaften und gerechten Lösung für die palästinensischen Flüchtlinge geschaffen und ist so lange angelegt, bis eine gerechte Lösung nach internationalem Recht errungen wurde.  

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