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05.09.2019 13:45

Israels Präsident und Premier provozieren in Hebron

Die palästinensische Regierung verurteilte die provozierenden Besuche des israelischen Präsidenten Reuven Rivlin und des Premier Benjamin Netanjahu in der Stadt Hebron scharf.

 
Der Sprecher des palästinensischen Präsidenten Nabil Abu Rudeineh bezeichnete das Eindringen beider in die besetzte Westbank als „eine ernsthafte Eskalation und eine Provokation für Muslime“. Er warnte in seiner Erklärung vor den gefährlichen Auswirkungen dieses Vorgehens, das darauf abzielt, Stimmen der extremistischen israelischen rechtsgerichteten Parteien zu gewinnen. Zudem seien dies Pläne der Besatzung zur Judaisierung der Altstadt von Hebron, einschließlich der Ibrahimi-Moschee durch Israel. „Wir machen die israelische Regierung für die gefährliche Eskalation verantwortlich. Diese will einen religiösen Krieg, dessen Folgen niemand absehen kann", so Abu Rudeineh.  
 
Dr. Hanan Ashrawi, Mitglied des PLO-Exekutivkomitees sagte, dass der provozierende „Besuch“ des israelischen Präsidenten und Premiers in Hebron ein verantwortungsloser und offensiver Versuch ist, sich den extremsten und rassistischsten Elementen der Siedlerbewegung zu stellen. „Wir verurteilen gleichermaßen die Aufforderung mittels religiöser Rhetorik, illegale Siedlungen in der besetzten Westbank und in Ost-Jerusalem zu bauen und zu erweitern. Dies geschieht unter Rechtfertigung des fortgesetzten Landraubes und der Unterdrückung und Enteignung des palästinensischen Volkes. Dieses höchst verantwortungslose Verhalten droht den Charakter dieses politischen Konfliktes zu verändern und ihn in den Abgrund religiöser Auseinandersetzungen und Konflikte zu stürzen,“ so Dr. Ashrawi.   
 
Seit 2017 gehört die Altstadt von Hebron einschließlich der Ibrahimi-Moschee zum Weltkulturerbe der UNESCO. Inmitten strenger Abriegelungen hatten Präsident Rivlin und Premier Netanjahu am Mittwoch die palästinensische Stadt Hebron in der besetzten Westbank besucht.  
 

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