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31.10.2019 13:36

Oktober im besetzten Palästina

Wie die palästinensische Bevölkerung weiter unter der israelischen Besatzung leiden muss, zeigt die Zusammenstellung von Ereignissen, die wir für den Monat Oktober dokumentieren.

31. Oktober: Siedler stehlen Olivenbäume in Salfit (Maan)

 
 
31. Oktober
In der Stadt Barta’a südwestlich von Jenin eröffnen israelische Besatzungstruppen das Feuer auf einen Palästinenser und verletzten ihn. (Al-Quds)
 
In der Stadt As-Samou, südlich von Hebron in der besetzten Westbank gelegen, stellt das israelische Militär der Familie Tahaddi eine Abrissverfügung zu. (Al-Quds und Al-Ayyam)
 
30. Oktober
Am Mittwochmorgen verletzten israelische Besatzungssoldaten die 37-jährige Suheir Ahmad Said Sualamiyah schwer. Diese soll mit einem Messer die Soldaten in der Nähe der Ibrahimi-Moschee im Zentrum der Stadt Hebron angegriffen haben. Die Soldaten eröffneten das Feuer und ließen die schwer verletzte Frau am Boden liegen, ohne dass medizinisches Personal sie versorgen konnte. (IMEMC)
 
Sechs palästinensischen Familien in der Ortschaft Kobar, nördlich der Stadt Stadt Ramallah werden Abrissverfügungen zugestellt. Ihre Wohnhäuser, zwei im Bau befindliche und vier bewohnt, sollen unter dem Vorwand im C-Gebiet gebaut worden zu sein, abgerissen werden. Protestierende Kinder und Jugendliche wurden daraufhin mit Tränengas beschossen und verletzt. (IMEMC)
 
29. Oktober
Am Dienstagmorgen dringen Besatzungstruppen auf das Gelände der Al-Aqsa-Moschee vor und greifen palästinensische Wachen an. Augenzeugenberichten zufolge nehmen die Truppen Ehab Abu Ghazala an einen unbekannten Ort nachdem sie ihn misshandelt hatten. (IMEMC)
 
28. Oktober
Die israelische Polizei schließen mehrere Eingänge zur Altstadt in Jerusalem. Nach Angaben von Augenzeugen werden drei Palästinenser, darunter ein älterer Mann, festgenommen. (div. Quellen)
 
Israelische Militärfahrzeuge dringen über die Grenze des Gaza-Streifens auf palästinensisches Gebiet vor und zerstören Dutzende Meter östlich von Jabalya im nördlichen Gaza-Streifen. (Wafa)
 
Gewaltbereite Siedler sprühen rassistische Graffiti an die Hauswand des Palästinensers Sabri Nasser. Die Tat geschah in der Ortschaft Huwwara im Süden der Stadt Nablus in der besetzten Westbank. (WAFA)
 
27. Oktober
Palästinensische Bauern werden von Siedler mit Steinen beworfen als sie Oliven auf ihren Ländereien in der Nähe des Dorfes Rujib östlich der Stadt Nablus ernten wollen. (WAFA)
 
25. Oktober
In den Nachtstunden nehmen israelische Besatzungstruppen eine 65-jährige behinderte palästinensische Frau im Dort Beit Liqya westlich der Stadt Ramallah fest. Zuvor durchsuchten sie ihr Wohnhaus. Nach Angaben des Leiters der Gemeinde Areej Assi hatten Besatzungstruppen vor 10 Tagen ihre drei Söhne verhaftet. (div. Quellen)
 
Gewaltbereite Siedler dringen in den Nachtstunden in die Ortschaft Yatma südlich der Stadt Nablus in der besetzten Westbank ein. Sie zerstechen Autoreifen und besprühen mehrere palästinensische Fahrzeuge und Häuserwände mit rassistischen Graffitis. (Wafa)
 
24. Oktober
Acht palästinensische Familien werden von gewaltbereiten Siedlern im Dort Yasouf östlich von Salfit angegriffen. Die Siedler stehlen ihre Olivenernte und hindern sie an der Feldarbeit. (Wafa)
 
An verschiedenen Orten in der Westbank, darunter im Amari-Flüchtlingslager in Ramallah, in Nablus und Jenin nehmen die Besatzungstruppen sieben Palästinenser fest. (PPS)
 
23. Oktober
Auch im Dort Umm Safa in der Region von Ramallah werden palästinensische Bauern von gewaltbereiten Siedlern angegriffen. Die Siedler versuchen, die Bauern von ihrem Ackerland zu vertreiben. Israelische Besatzungstruppen halten zwei Stunden lang zwei Angestellte des Dorfes fest und greifen nicht ein. (Wafa)
 
In der Nähe von Jenin in der besetzten Westbank eröffnen die Besatzungstruppen das Feuer auf den 35-jährigen Abdullah Etheimar aus Tulkarem. Sie verletzen ihn am linken Knöchel und am Oberschenke. In der vergangenen Woche wurden bereits acht Palästinenser von Besatzungstruppen in der Nähe der Apartheidmauer durch Gewehrschüsse verletzt. (WAFA)
 
22. Oktober
Nach Angaben der NGO PPS verhaften israelische Besatzungstruppen im Zuge von Razzien insgesamt 14 Palästinenser an verschiedenen Orten der besetzten Westbank. (IMEMC)
 
Gewaltbereite israelische Siedler verhindern am Sonntag und Montag, dass palästinensische Landbesitzer östlich der Stadt Hebron zu ihren Ländereien und Ackerflächen gelangen. Israelische Besatzungstruppen schauen zu anstatt einzugreifen. (IMEMC)
 
21. Oktober
Gewaltbereite Siedler beschädigen ein palästinensisches Wohnhaus, dass sich zwischen den Dörfern Jalud und Qusra südlich der Stadt Nablus befindet. Sie waren Steine auf das Haus und zerstörten die Fenster. (WAFA)
 
20. Oktober
In der besetzten Westbank kommt es erneut zu Siedlergewalt: Drei palästinensische Bauern werden am Samstag während ihrer Olivenernte im Dorf Burin südlich von Nablus attackiert und verletzt. Auch internationale Freiwillige, die die Bauern bei ihrer Ernte unterstützen, werden angegriffen. (Al-Ayyam, Al-Quds)
 
18. Oktober
In den Nachtstunden überfallen israelische Truppen die Stadt Sur Baher südöstlich von Ost-Jerusalem gelegen. Sie griffen mehrere Palästinenser an, die an einer Hochzeitsfeier teilnahmen. Die Soldaten schlugen mehrfach auf sie ein. (IMEMC)
 
16. Oktober
Mehrere gepanzerte Armeefahrzeuge der Besatzungstruppen dringen östlich von Jabalia in den nördlichen Teil des Gaza-Streifens vor. Sie zerstören Land und feuern mit scharfer Munition um sich. (div. Quellen)
 
In der Nähe des Dorfes Qaffin nördlich von Tulkarem schießen die Besatzungstruppen auf den 17-jährigen Mohammad Es’eed und verletzen ihn. Er musste in einem Krankenhaus in Tulkarem behandelt werden. (IMEMC)
 
15. Oktober
In den Nachtstunden nehmen die israelischen Besatzungstruppen zwei Palästinenser in Jenin und einen weiteren Mann in Ramallah fest. Im besetzten Ost-Jerusalem schließen die Truppen zwei Hauptstraßen in Silwan und hindern die palästinensische Bevölkerung an ihrer Bewegungsfreiheit. (IMEMC)
 
14. Oktober
Israelische Truppen entführen am Montagmorgen den Gouverneur von Jerusalem, Adnan Gheith und Shadi Mitwer, Fatah-Sekretär aus ihren Wohnhäusern im besetzten Ost-Jerusalem. Die Soldaten stürmten die Wohnhäuser und griffen auch die Familie von Shadi Mitwer an und durchsuchten beide Häuser. (div. Quellen)
 
13. Oktober
Ein älterer Palästinenser wird von israelischen Siedlern angegriffen als er sie wegen des Diebstahlversuchs zur Rede stellte. Diese wollten die Olivenernte stehlen. Der Palästinenser wurde bei der Attacke verletzt und musste im Krankenhaus in Beit Jala behandelt werden. (IMEMC)
 
12. Oktober
Anlässlich des jüdischen Feiertages „Sukkot“ verhängt das israelische Militär eine vollständige Schließung der Bezirke in der besetzten Westbank und hindert palästinensische Bewohner an ihrer Bewegungsfreiheit bis zum 21. Oktober 2019 um 24 Uhr. Ausgenommen sind Diplomaten und Mitarbeiter internationaler Missionen, humanitäre und medizinische Notfälle entsprechend einer Sondererlaubnis. (NAD)
 
11. Oktober
In der Nähe der Stadt Nablus attackieren wieder gewaltbereite Siedler palästinensische Bauern, die ihre Oliven ernten wollen. Ein 55-jähriger Palästinenser wird am Arm verletzt und muss in einem Krankenhaus behandelt werden. (IMEMC)
 
10. Oktober
In der Nähe von Bethlehem, in der Ortschaft Kisan, zerstören die Truppen zwei Wohnhäuser, jeweils 120qm und 150qm groß unter dem Vorwand, dass beide ohne israelische Baugenehmigung errichtet worden sind. (Wafa)  
 
09. Oktober
In Beit Ummar, einer Ortschaft nördlich der Stadt Hebron entführen israelische Besatzungstruppen den 16-jährigen Mohammad. Zuvor durchsuchten die Truppen das Haus seiner Eltern Abul-Karim und Dayya. (IMEMC)
 
07. Oktober
Unter dem Schutz der Besatzungstruppen drangen gewaltbereite israelische Siedler und ein israelischer Minister zum Josephs Grab im östlichen Gebiet der Stadt Nablus vor. Die palästinensische Bevölkerung wurde mit Tränengas und Gummigeschossen attackiert. Ein palästinensischer Journalist wurde durch ein Geschoss in den Unterleib verletzt. (Palinfo)  
 
Israelische Bulldozer zerstören etwa 30 dunums palästinensischen Landes in einem Gebiet neben der völkerrechtswidrigen Siedlung Kharsina, östlich im Bezirk von Hebron. Es soll ein neuer Siedlungsposten errichtet werden. Nach Angaben von WAFA wurde eine erste Schicht zum Straßenbau bereits verlegt und die Stromversorgung der Gemeinde Hebron getrennt. Dadurch sind palästinensische Einwohner auch von der Stromversorgung abgeschnitten. (WAFA)
 
06. Oktober
Jüdische Siedler dringen um zwei Uhr morgens in die Ortschaft Qira im nördlichen Salfit in der besetzten Westbank vor. Sie demolieren 13 Fahrzeuge der Bewohner und sprühen rassistische Graffiti an palästinensische Häuser. (Palinfo)
 
Bei Razzien in der besetzten Westbank nehmen israelische Besatzungstruppen insgesamt 10 Palästinenser fest. Unter den Festgenommen, die zwischen 18 und 24 Jahren alt sind, ist auch der 14-jährige Mos’ab Abdul-Qader Abu Shawareb. Er wurde in Tulkarem festgenommen. (IMEMC)
 
Der Familie Abu Hmeid, die im Flüchtlingslager Al-Am’ari, südlich der Stadt Ramallah lebt, wird von israelischen Behörden telefonisch mitgeteilt, dass ihr Haus in der kommenden Woche erneut abgerissen wird. Bereits im Dezember vor einem Jahr zerstörten die Truppen das Wohnhaus und die Familie baute es wieder auf. Das Einfamilienhaus wurde bereits fünf Mal durch die Behörden abgerissen. (IMEMC)
 
05. Oktober
Israelische Besatzungstruppen schließen am Samstag die Hauptstraße zur Stadt Beit Ummar, nördlichen der Stadt Hebron und verhindern so die Bewegungsfreiheit der palästinensischen Bevölkerung. (IMEMC)
 
In der Nähe der Ortschaft Ya’bad, südwestlich der Stadt Jenin in der besetzten Westbank, verletzten israelische Truppen Lu’ay Mohammad Abu Rmeila. Sie schießen ihm mit einem Gummigeschoss ins Bein. Er muss im Krankenhaus behandelt werden. In Al-Isawiya nehmen die Truppen drei junge Palästinenser fest. (IMEMC)
 
04. Oktober
Der 28-jährige Alaa Nizar Hamdan wird von israelischen Besatzungssoldaten während der Proteste des Great March of Return an der Grenze des Gaza-Streifens erschossen. (div. Quellen)
 
03. Oktober
Israelische Besatzungstruppen verletzen den palästinensischen Kameramann Mohammad Radi durch ein Gummigeschoss. Die Truppen waren in das Viertel al-Tireh in Ramallah, in der besetzten Westbank, eingedrungen. Sie feuerten auf die Anwohner. Der verletzte Radi hatte zuvor das Eindringen der Truppen gefilmt. In den frühen Morgenstunden nahmen die Truppen bei Razzien in der Region um die Stadt Ramallah mehrere Palästinenser fest. (WAFA und div. Quellen)
 
02. Oktober
Unter dem Vorwand, ohne israelische Baugenehmigung gebaut zu haben, rissen israelische Bulldozer heute insgesamt vier Schafställe im Viertel Jabal al Mukabber, im südöstlichen Ost-Jerusalem, ab. Die betroffenen Scheunen wurden vor mehr als 30 Jahren gebaut. (WAFA)
 
In der Ortschaft al-Manshieh, südwestlich der Stadt Bethlehem beschlagnahmten israelische Besatzungstruppen mehrere Werkzeuge und landwirtschaftliche Gerätschaften. Sie forderten die palästinensischen Bewohner auf, ihre landwirtschaftlichen Aktivitäten sofort einzustellen, weil sich die Ackerflächen im sog. C-Gebiet der gesetzten Westbank befinden. (WAFA)
 
01. Oktober
Bei Zusammenstößen mit der israelischen Besatzungsarmee werden an einem Checkpoint in der Nähe des Eingangs zur Stadt al-Bireh mehrere Palästinenser verletzt. Sie atmeten Tränengas ein. Dutzende Studenten hatten in Solidarität mit den palästinensischen Gefangenen, insb. des 44-jährigen Samer Arbid, dessen Gesundheitszustand sich stark verschlechtert hatte, friedlich demonstriert. (div. Quellen)

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