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12.12.2019 13:32

EU und Bundesregierung verstärken Finanzhilfen an die UNRWA

Vertreter der EU und der Bundesregierung haben eine Vereinbarung zur weiteren Unterstützung der UNRWA unterzeichnet. Diese fand gestern in der Mädchenschule im Ost-Jerusalemer Stadtteil Silwan statt.

© 2019 UNRWA Photo by Marwan Baghdadi

 
 
Im laufenden Jahr 2019 erhielt die UNRWA einen EU-Betrag iHv. 82 Millionen Euro für ihre humanitäre Entwicklungsarbeit in der Region. Nun steuert die EU weitere 21 Millionen für Projekte bei. Auch die Bundesregierung kündigte an über die KfW-Bank vier neue Projekte mit 59 Millionen Euro zu fördern. Diese sollen in soziale Dienste, die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Infrastruktur fließen.  
 
Bereits in der letzten UNRWA-Sitzung, die am 25. Und 26. November stattfand, appellierte Christian Saunders, amtierender Generalkommissar an die Geber, die Finanzierungslücke iHv. 167 Millionen US-Doller zu schließen. Die Hälfte der im Zuge der Unterzeichnung angekündigten Finanzhilfen werde in die schwere Chashflow-Krise fließen, um weiterhin wichtige Dienstleistungen bereitstellen zu können. Der restliche Betrag soll dazu beitragen, die Armut im Gaza-Streifen zu bekämpfen, indem Arbeitsplätze geschaffen sowie Bau- und Infrastrukturprojekte unterstützt werden.  
 
Die EU und ihre Mitgliedstaaten, insb. die Bundesregierung, leisten damit auch weiterhin den größten Finanzbetrag für den UNRWA-Haushalt. Michael Herold, stellv. Leiter des deutschen Vertretungsbüros in Ramallah, sagte zur Unterzeichnung: „Die UNRWA ist als regionaler Stabilitätsfaktor in einem instabilen Umfeld einer der wichtigsten Partner Deutschlands im Nahen Osten. Die UNRWA bietet Millionen von Menschen Perspektive und Würde. Trotz aller Herausforderungen ist es von größter Bedeutung, dass die Organisation weiterhin in der Lage ist, ihren Betrieb aufrecht und die Schulen geöffnet zu halten. Deutschland wird ein verlässlicher Unterstützer bleiben.

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