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20.03.2020 11:44

Israelischer Siedlungsbau verzeichnet seit der Trump-Regierung einen Anstieg von 25%

Im Jahr 2019 errichtete Israel insgesamt 11 neue sog. Siedlungsaußenposten völkerrechtswidrig auf palästinensischem Land, dass Israel bei der Umsetzung der Zwei-Staaten-Lösung räumen muss, heißt es in einem neuen Bericht der NGO Peace Now.

Peace Now: Anstieg des Siedlungsbaus im Jordantal

Im gleichen Zeitraum begannen die israelischen Behörden mit dem Bau von 1.917 neuen Wohneinheiten. Damit stieg der israelische Siedlungsbau unter der Trump-Regierung weiter stark an. Der Jahresdurchschnitt liegt damit 25% über dem Jahresdurchschnitt in der Zeit der US-Regierung unter Präsident Barak Obama.

Die im Jahr 2019 errichteten 11 neuen Siedlungsposten sind in der Region Betlehem (2), östlich von Jerusalem in der Nähe von E1 und Khan Al-Ahmar (3), im nördlichen Jordantal (1), in der Nähe von Ramallah (4) und in der südlichen Region von Hebron (1). Alle diese neuen Siedlungsposten sind als Farmen angelegt, so dass die Siedler mit nur einer kleinen Gruppe von Menschen, so Peace Now, das Land bewirtschaften und so die Kontrolle übernehmen können. Dies bedeutet, dass palästinensische ortsansässige Bauern vertrieben werden.

In den vergangenen drei Jahren baute Israel 6.800 neue Siedlungswohneinheiten. Der Jahresdurchschnitt liegt damit bei 2.267 Wohneinheiten. Auf das Jahr 2017 entfallen 2.783 im Vergleich zu 1.807 jährlichen Wohneinheiten in den Jahren 2009-2016. Die überwiegende Mehrheit der Neubauten (91%, 1.764 Siedlungswohneinheiten) kommt auf die Siedlungen, während die restlichen in mobilen Heimen in Außenposten und Siedlungen gebaut wurden. Zu den 87 Bauten für Industrie und Landwirtschaft (davon 53% in illegalen Außenposten) wurden auch 61 neue öffentliche Gebäude errichtet, wie Schulen oder Synagogen.

Den Volltext des englischsprachigen Berichtes von Peace Now können Sie hier einsehen.

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