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14.08.2020 14:24

PLO zum Abkommen zwischen Israel und VAE

Das Abkommen zur vollständigen Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und den VAE lehnt die PLO als „Aggression gegen das palästinensische Volk“ ab. Dies ist ein „Schlag gegen die arabische Friedensinitiative und die Entscheidungen des arabischen und islamischen Gipfels“, heißt es in einer von Dr. Nabil Abu Rudeineh, Sprecher des Präsidenten Mahmoud Abbas verlesenen Erklärung.

Dr. Nabil Abu Rudeineh, Sprecher des Präsidenten

Die palästinensische Führung lehnt es ab (…) und betrachtet dies als Verrat an Jerusalem, der Al-Akqsa-Moschee und der palästinensischen Sache. Dieser Deal ist eine faktische Anerkennung Jerusalem als Israels Hauptstadt. (…) Weder die Emirate noch eine andere Partei haben das Recht, im Namen des palästinensischen Volkes zu sprechen.“ Jede Einmischung in die palästinensischen Angelegenheiten verbiete sich ebenso, wie in ihrem Namen über die legitimen Rechte in ihrem Heimatland zu entscheiden.  

Die PLO ist die einzige und legitime Vertreterin des palästinensischen Volkes. Angesichts der schwerwiegenden Entwicklungen forderte die PLO eine sofortige Dringlichkeitssitzung der Arabischen Liga und der Organisation für Islamische Zusammenarbeit. Die Internationale Gemeinschaft forderte sie auf, sich an das Völkerrecht und die UN-Resolutionen als Grundlage für die Lösung des Konfliktes zu halten. Nur durch eine Beendigung der israelischen Besatzung der palästinensischen Gebiete kann ein Frieden erreicht werden, heißt es abschließend.

Botschafterin Dr. Daibes zum Abkommen zwischen Israel und den VAE: „Jede politische Initiative, die auf ein Ende des Konfliktes zielt, wird nur Erfolg haben, wenn die israelische Besatzung beendet und das palästinensische Volk seine Rechte im Einklang mit dem Völkerrecht umsetzen wird. Dieses Abkommen ist nicht nur ein Affront gegen die Arabische Friedensinitiative und die palästinensische Sache. Es sendet vielmehr das Signal, dass die drohende De-Facto-Annexion palästinensischer Gebiete akzeptabel ist und die andauernde israelische Besatzung Palästinas durchaus fortbestehen darf. Israel wird wieder einmal für den Völkerrechtsbruch belohnt. Dieses Abkommen kann daher weder positive Entwicklungen in der Region fördern noch ein Beitrag zum Frieden sein.“

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