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19.08.2020 12:35

Rede von Präsident Mahmoud Abbas: Arabische Friedensinitiative ist verpflichtend und muss respektiert werden

Präsident Mahmoud Abbas bekräftigte, dass das palästinensische Volk das Abkommen zur Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und den VAE einstimmig ablehnt.

Präsident Mahmoud Abbas während seiner Rede am Dienstagabend in Ramallah

Dies wiederholte er in Ramallah vor den Mitliedern des Exekutivkomitees der PLO, den Generalsekretären der Fraktionen, Mitgliedern der Fatah, Vertretern von Hamas, des Islamischen Dschihad sowie der Volksfront und unabhängigen nationalen Persönlichkeiten, wie dem Großmufti von Jerusalem, Beratern, Ministern und führenden Mitgliedern der Sicherheitskräfte. Sie alle waren zu einem außerordentlichen Treffen in Ramallah zusammengekommen.

Zunächst dankte der Präsident allen Anwesenden und betonte, dass ihre Anwesenheit zeige, „dass das palästinensische Volk ungeachtet aller Unterschiede zwischen uns vereint gegen die Verschwörung steht.“ In seiner Rede sagte der Präsident, dass „wir das jüngste Abkommen zwischen den VAE, Israel und den USA als einen Stich in den Rücken betrachten und es kategorisch ablehnen.“  Er fügte hinzu, dass die ganze Welt „eine politische Lösung für die Palästinafrage unterstütze, die auf internationaler Legitimität beruht“. „Die palästinensische Sache ist eine arabische und islamische Frage. Sie (arabischen und islamischen Länder) müssen uns helfen, an unserer Seite stehen und uns nicht ersetzen. Niemand kann uns ersetzen,“ so der Präsident weiter.

In seiner Rede ging der Präsident auch auf den Trump-Plan an und strich heraus, dass dieser der „internationalen Legitimität widerspricht“. „Darüber hinaus sprach sich die ganze Welt für eine politische Lösung aus. Die palästinensisch-israelische Frage basiert auf der internationalen Legitimität und den Resolutionen des UN-Sicherheitsrates, der UN-Generalversammlung und den Menschenrechten und den zwischen beiden Parteien unterzeichneten Vereinbarungen. Die Lösung (des Konfliktes) ist nur durch Verhandlungen zu erreichen.“

Er erinnerte an den Beiruter Gipfel und nachfolgende Treffen. Hier waren sich die arabischen und muslimischen Länder einig, dass eine Normalisierung der Beziehungen zu Israel, wie es die Arabische Friedensinitiative vorsieht, erst möglich wird, wenn das Palästina-Problem gelöst wird. Die unterzeichneten Abkommen müssen respektiert werden, ebenso wie die internationale Legitimität.

Noch einmal betonte Präsident Abbas sehr ausführlich, dass niemand für die Palästinenser und ihre Sache sprechen darf. Dies können nur die Palästinenser selbst tun. Abschließend dankte er allen Ländern, die zu Palästina stehen, den Trump-Plan und die Annexion palästinensischer Gebiete ablehnen. „Was auch immer passieren wird, wir fühlen uns weiterhin der internationalen Legitimität verpflichtet. Was auch immer passieren wird, wir fühlen uns den Entscheidungen der arabischen und islamischen Gipfel verpflichtet. Was auch immer passieren wird, wir fühlen uns auch weiterhin der Bekämpfung des Terrorismus verpflichtet (…).“

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