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19.06.2014 13:59

Pressemitteilung

Seit Donnerstag werden drei israelische Jugendliche, die sich im Gebiet Hebron, C-Zone aufhielten, vermisst. Hierzu erklärt die Botschafterin Palästinas, Dr. Khouloud Daibes:

Die Umstände des Verschwindens von drei israelischen Jugendlichen sind bis heute ungeklärt. Zum Zeitpunkt ihres Verschwindens hielten sie sich in einem Gebiet auf, dass als sog. C-Zone unter vollständiger israelischer Kontrolle im Besatzungsgebiet Palästinas liegt.  Diese Jugendlichen sind, wie übrigens alle israelischen Siedler, nach internationaler Rechtsauffassung gem. Völkerrecht und Genfer Konvention illegal auf palästinensischem Territorium. 

Anstatt über die Hintergründe zu spekulieren und einseitige Schuldzuweisen an die Palästinensische Nationalautonomie vorzunehmen, muss Israel die Umstände ihres Verschwindens aufklären. Dies ist jedoch keine Rechtfertigung für das Vorgehen der Besatzungstruppen, der palästinensischen Bevölkerung eine menschenrechtsverletzende Kollektivstrafe aufzuerlegen.  Als ob die israelische Regierung darauf gewartet hat, nutzt sie das Verschwinden der drei Jugendlichen für politische Stimmungsmache geschickt aus: 

Wird das Hauptaugenmerk der Weltöffentlichkeit auf das Verschwinden der drei Jugendlichen gelenkt, sinkt gleichzeitig ihr Interesse an den seit Wochen hungerstreikenden Palästinensern in israelischen Gefängnissen und der gestrigen Ankündigung Israel des Ausbaus der Siedlung Abu Gneim im Kontext der Erhöhung der Siedlerzahlen in Palästina auf eine Million. Israelische Erfordernisse werden zum Alibi einer Siedlungs- und Besatzungspolitik in Palästina, dass die Zwei-Staaten-Lösung zunichtemacht und auf eine neue Eskalation hinsteuert.  

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