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Palästina

Der zukünftige Staat Palästinas besteht aus Westbank, Gaza-Streifen und Ost-Jerusalem

Als Palästina bezeichnete man über Jahrhunderte den Landstrich südlich der Levante. Natürliche Grenzen des Landes bildeten das Mittelmeer im Westen, der Jordan und der Jordangraben im Osten und das Rote Meer im Süden. In der Wüstenregion im Südwesten und im nördlichen Bergland gab es keine klar definierten natürlichen Grenzen.

Das historische Palästina erstreckte sich über eine Länge von
430 km, die Breite variiert zwischen 51 km und 70 km im Norden, 72 km und 95 km in der Mitte und 117 km im Süden, bis es in Form eines Küstenstreifens mit einer Breite von 10,5 km das Rote Meer erreicht. Die Gesamtfläche betrug ungefähr 27.000 km²; 704 km² davon waren Wasserfläche.

Der zukünftige Staat Palästina umfasst die Westbank und den Gaza-Streifen mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt. In der Westbank, im Gaza-Streifen und in Ost-Jerusalem leben rund vier Millionen Palästinenser. Die Bevölkerungsstatistik und Verteilung erhalten Sie hier.

Westbank

Die Westbank ist 130 km lang und zwischen 40 km und 65 km breit. Die Fläche beträgt 5.860 km². Die Westbank liegt auf felsigem Hochland - mit Vegetation im Westen und kargem, trockenem Land im Osten. Das Klima ist gemäßigt. Temperaturen und Klima variieren mit der Höhe; die Winter sind kühl bis mild, die Sommer warm bis heiß. 59 Prozent der Fläche der Westbank ist fruchtbares Land, davon werden 32 Prozent als Weideland genutzt, ein Prozent der Fläche sind Wälder. Der fruchtbarste Teil des Landes befindet sich vor allem entlang des Jordans. Die zu Palästina gehörende Fläche des Toten Meeres beträgt 220 km².

 

Landesgrenzen:

  • Israel -  307 km (Grüne Linie)
  • Jordanien - 97 km

Gaza-Streifen

Der Gaza-Streifen liegt am Mittelmeer, ist 45 km lang und zwischen 5 km und 12 km breit, mit einer Fläche von 365 km². Das Klima ist im Winter gemäßigt bis mild, im Sommer trocken und warm bis heiß. 63 Prozent der Fläche des Gaza-Streifens ist fruchtbares Land, wobei 39 Prozent davon ständig als Agrarflächen genutzt werden, 11 Prozent der Fläche sind Wälder. 120 km² werden bewässert. Die einzigen Bodenschätze des Gaza-Streifens ist ein großes Erdgasfeld vor der Küste.

Landesgrenzen:

  • Küste - 40 km
  • Israel - 51 km (Grüne Linie)
  • Ägypten - 11 km

Staatsflagge

Der Farbenvierklang der palästinensischen Flagge in Rot, Schwarz, Weiß und Grün ist in der religiös-geschichtlichen Tradition des Islams begründet. Zugleich sind die vier Farben ein besonderes arabisches Farbensymbol, die ein Großteil der arabisischen Staaten in ihrer Nationalfahne aufgenommen haben.

Sharif Hussein entwarf die jetzige Flagge, die zunächst für die Arabische Revolte vom 10. Juni 1916 steht. Ein Jahr später ernannten die Palästinenser diese Flagge zum Symbol der Arabischen Nationalbewegung. 1947 erkor die Arabische Baath Partei diese Farben als Zeichen der Freiheit und Einigkeit der Arabischen Nation.

Auf der Palästinakonferenz in Gaza im Jahr 1948 nahmen die Palästinenser diese Flagge wieder auf. Als Nationalflagge des palästinensischen Volkes wurde sie dann von der Arabischen Liga anerkannt. Bestätigt wurde der Entschluss durch die PLO, als Vertreterin des palästinensischen Volkes, auf ihrer ersten Konferenz in Jerusalem 1964.

Rot

Die Farbe Rot ist eine Flaggenfarbe mit einer langen Tradition und hat eine enge Beziehung zum Islam.

Nach der Ermordung des Kalifen Uthman, dem dritten rechtgeleiteten Kalifen, spalteten sich die Kharijiten als erste islamische Sekte ab. Ihr Symbol war eine rote Flagge.

Arabische Stämme, die sich an der Eroberung Nordafrikas und Andalusien (756-1355) beteiligten, trugen bei dieser ebenfalls eine rote Fahne. Während ihrer Regentschaft Andalusiens war die rote Fahne das Zeichen der islamischen Eroberer.

Die Farbe Rot war eine Referenz an Faisals Familie der Haschemiten, die zu den Scharifen der Nachfahren des Propheten zählen und in Irak regierten.

Sharif Hussein entwarf die jetzige Flagge, die zunächst für die Arabische Revolte vom 10. Juni 1916 steht. Ein Jahr später ernannten die Palästinenser diese Flagge zum Symbol der Arabischen Nationalbewegung. 1947 erkor die Arabische Baath Partei diese Farben als Zeichen der Freiheit und Einigkeit der Arabischen Nation.

Auf der Palästinakonferenz in Gaza im Jahr 1948 nahmen die Palästinenser diese Flagge wieder auf. Als Nationalflagge des palästinensischen Volkes wurde sie dann von der Arabischen Liga anerkannt. Bestätigt wurde der Entschluss durch die PLO, als Vertreterin des palästinensischen Volkes, auf ihrer ersten Konferenz in Jerusalem 1964.

Grün

Die Fatimiden-Dynastie (909-1171)wurde von Abdallah Al-Mahdi ("der von Gott Rechtgeleitete") in Tunesien gegründet und etablierte sich schnell in ganz Nordafrika. Mit der Farbe Grün bekundeten sie die Verbundenheit und Treue zu Ali, einem Cousin des Propheten. Darüber hinaus wickelte sich Ali einst in eine grüne Decke und vereitelte so ein Attentatsversuch auf den Propheten.

Auch Salah ad-Din al-Ayyubi (Saladin), Begründer der Dynastie der Ayyubiden-Dynastie, verwendete während seiner Herrschaft Grün, allerdings trug seine Flagge bei den Konfrontationen mit Kreuzrittern die Farbe gelb.

Weiß

90 Jahre hat die Umayyaden-Dynastie (661-750)insgesamt regiert. Weiß war ihre Farbe, da diese an den ersten Kampf des Propheten in Badr erinnern sollte. Gleichzeitig wollte die Umayyaden-Dynastie sich von den Abbasiden abgrenzen und statt Schwarz als Zeichen der Trauer wurde Weiß verwendet.

Schwarz

Die Überlieferung besagt, dass schon Prophet Mohammed (570-632) mit zwei Flaggen, einer schwarzen und einer weißen, in den Krieg gezogen sei. Diese Fahnen trug er ebefalls im 7. Jahrhundert, mit dem Aufkommen des Islams und der anschließenden Befreiung Mekkas.

Der weiße Banner trägt die Inschrift "Da ist kein Gott außer Gott (Allah) und Mohammed ist sein Prophet". In der vorislamischen Zeit war die schwarze Fahne das Zeichen der Rache und die Farbe der Kopfbedeckung der Truppenführer. 

Beide Fahnen, sowohl die schwarze als auch die weiße, wurden zum Freitagsgebet in der Moschee aufgehangen.

Die Abbasiden Dynastie (750-1258), die von Bagdad aus regierten, sahen in schwarz das Symbol der Trauer für die Ermordung der Verwandten des Propheten und in Erinnerung an die "Schlacht von Karbala".

Staatshymne

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Staatswappen

Palästinensisches Staatswappen

Das Wappen Palästinas ist der Adler Saladins, da Sultan Saladin diesen im Kampf gegen die Kreuzfahrerheere geführt haben soll. Er wird auch der Arabische Adler genannt, da einige andere arabische Staaten den Adler ebenfalls als Wappentier verwenden.

Im Brustbereich des palästinensischen Adlers wurde die Nationalflagge und in den Fängen des Adlers der Name des Staates "Palästina" eingraviert.

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