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Historische Stätten

Hisham Palast in Jericho.

Die palästinensische Architektur ist das Erbe zahlreicher Zivilisationen und verschiedenster Kulturen. Bis heute geben die zahlreichen historischen Stätten in Palästina Zeugnisse dieser Einflüsse ab.

Herodes-Palast - Bezirk Bethlehem

Herodes Palast

Zu Ehren seiner Frau erbaute König Herodes 37 n.Chr. den Herodes-Palast auf einem Hügel unweit der Stadt Bethlehem. Bis heute können in dem riesigen Palast Kammern, Bäder und Terrassengärten besichtigt werden. Von der Bergspitze erhält man einen wunderschönen Ausblick auf das Tote Meer.

Beitin - Bezirk Ramallah

Beitin - Bezirk Ramallah

Das historische Dorf Beitin, am Stadtrand von Al-Bireh, wurde bereits zur prähistorischen Zeit bewohnt. Ausgrabungen brachten Steinwerkzeuge, Keramik und Tierknochen hervor, die auf das 5. Jahrhundert v.Chr. datiert wurden.

Der alte Turm von Beitin kennzeichnet die Stelle, an der Ibrahim auf seinem Weg von Hebron nach Nablus einen Altar errichtete. In derÜberlieferung heißt es auch, dass Jakob an dieser Stelle träumte, er würde mit einer Leiter in den Himmel aufsteigen.

Zu Zeiten der Griechen, Römer und Byzantiner war Beitin eine wohlhabende Stadt; heute sind noch die Ruinen eines hellenistischen Turms sowie ein byzantinisches Kloster zu besichtigen.

Quellen Salomons - Bezirk Bethlehem

Salomons Quellen

Versteckt hinter hohen Kiefern und Pinienkernen und in einem kleinen Tal liegend, sind die Becken Salomons. Die hinter Betlehem liegenden drei großen rechteckigen Bassins sind aus Marmor und können insgesamt 160.000 Kubikmeter Wasser fassen. Den Bau der offenen Zisternen schrieb man damals König Salomon zu. Heute weiß man, dass die Reservoirs von Herodes gebaut wurden, um die Bevölkerung Jerusalems mit Wasser zu versorgen. Bis heute erhalten die Einwohner Jerusalems und Bethlehems ihr Wasser aus diesen Becken.

Tunnel von Belama - Bezirk Jenin

Tunnel von Belama

Südlich von Jenin liegt Khirbet Belama, die Stätte der kanaanitischen Stadt Ibleam, deren Einwohner vom Stamm der Manasseh kommen. Der Tunnel wurde während der späten Bronzezeit stillgelegt und erst wieder zur römisch-byzantinischen Zeit benutzt. Der Eingang des Tunnels besteht aus einem römischen Gewölbe, das vermutlich zu Zeiten der Kreuzfahrer erneut aufgebaut wurde. In dem Tunnel wurden eine Anzahl von Lampen gefunden, die Schätzungen nach aus der römischen Zeit stammen.

Tel-Balata-Shechem - Bezirk Nablus

Eingang von Tel Balata

Drei Kilometer östlich von Nablus gelegen liegt Tell Balata, eines der frühesten kanaanitischen Städte. Immer wieder zerstört und aufgebaut, befinden sich die Ruinen heute auf einem Hügel 525 Meter über dem Meeresspiegel. Der Festungstempel auf dem Hügel ist der größte und eindrucksvollste sowie der einzige kanaanitische Tempel in Palästina. Sehenswert sind auch die Ruinen des Palastes des Gouverneurs mit einem kleinen privaten Tempel, Wachstuben, Versammlungsraum, Wohnräumen und einer Küche.

Samu' - Bezirk Hebron

Ruinen von Samu'

Das Dorf Samu' liegt direkt an Weinhängen und Olivenhainen. Die Geschichte des Dorfes geht bis in die byzantinische Zeit zurück und bis heute können noch kanaanitische Ruinen in den unterirdischen Stollen besichtigt werden.

Hisham Palast - Bezirk Jericho

Hisham Palast

Der Hisham-Palast ist ein Musterbeispiel der islamischen Architektur und liegt drei Kilometer nördlich von Jericho. Der Palast war der Landsitz des umayyadischen Kalifen Hisham (724-743 v.Chr.) und ist ein komplexes Gebäude aus Moscheen, Bädern, Säulen und Plätzen. Vorhanden sind heute noch die besonderen Mosaikfluren, einschließlich die des Mosaiks des "Lebensbaumes", welches als das schönste Mosaik der Welt gilt. Ein weiteres berühmtes Denkmal ist der Hof in Form des sechseckigen Sterns der Umayyaden.

Tell al-Sultan - Bezirk Jericho

Tell al-Sultan

Das antike Jericho, gelegen auf einem Hügel und mit Blick auf die Oase Jericho, befindet sich zwei Kilometer nordwestlich vom heutigen Zentrum entfernt. Ausgrabungen in Tell al-Sultan haben insgesamt die 23 Schichten der alten Zivilisationen hervorgeholt, die auf das 9. Jahrhundert v.Chr. datiert wurden. Viele dieser Strukturen sind bis heute zusehen, wie die ältesten Treppen, die älteste Mauer und der massive Turm.

Hafen Anthedon - Bezirk Gaza

Hafen Anthedon

Der alte Hafen von Gaza an der nördlichen Spitze des Mittelmeers gelegen ist der erste Seehafen des Gaza-Streifens und wurde in der Zeit von 800 v.Chr. bis 1100 n.Chr. bewohnt. Der Hafen Anthedon markiert die alte Handelsroute und verband zu Zeiten der Römer und Griechen Europa mit der Levante. Reichlich archäologische Beweise zeigen ein komplettes und umfassendes Bild der historischen Entwicklung in dieser Region und spiegeln den reichen sozio-kulturellen und sozio-ökonomischen Austausch zwischen Europa und der Levante wider.

Kontextspalte

Palästina besitzt eine Vielfalt an Künsten
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