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11.01.2011 15:36

Palästina zeigt sich wachstumsstark

In Palästina erfährt die Wirtschaft einen stetigen Aufschwung. Sowohl das Bruttoinlandsprodukt als auch die Arbeitnehmerzahl verzeichneten einen Zuwachs. Treibender Motor für die Wirtschaftskraft war vor allem die Baubranche. Aber auch der Tourismussektor konnte das vergangene Jahr mit beeindruckenden Zahlen beenden.

Der Trend in Palästina geht trotz der Besatzung in Richtung Wirtschaftsaufschwung. In den ersten drei Quartalen 2010 stieg das Bruttoinlandsprodukt um neun Prozent. Vorreiter des Wachstums war vor allem die Baubranche mit 36 Prozent gefolgt von der Agrarwirtschaft, Fischerei sowie dem Groß- und Einzelhandel. Das Kommunikations- und Transportwesen, Dienstleistungen und öffentliche Verwaltung unterstützten gleichfalls die wirtschaftliche Dynamik, sodass die Beschäftigungsrate im Bau-, Industrie- und Dienstleistungssektor um drei Prozent stieg. Damit verringerte sich die Arbeitslosenzahl sowohl in der Westbank als auch im Gaza-Streifen im Vergleich zu 2009 von 25 Prozent auf 24 Prozent.

Eine bemerkenswerte Konjunktur verzeichnete auch die Tourismusbranche. Insgesamt zählten die Hotels 420.000 Gäste sowie 909.000 Übernachtungen, sodass in den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres die Arbeitnehmerzahl um 32 Prozent und somit auf 1.764 Mitarbeiter stieg.

Im Rahmen des von der Regierung 2007 vorgelegten Reform- und Entwicklungsplans wurde 2010 die Steuererhebung neu gestaltet. Das Steuerplus beim lokalen Umsatz machte 38 Prozent der Staatseinnahmen aus und konnten so einen Teil der laufenden Staatsausgaben decken. Hierdurch verringerte sich die finanzielle Abhängigkeit von internationalen Gebern.

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