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05.06.2012 15:32

45 Jahre israelische Besatzung Ost-Jerusalems, Westbank und Gaza-Streifens

Vor 45 Jahren besetzte Israel völkerrechtswidrig die Westbank, den Gaza-Streifen und die von ihm 1980 annektierte Stadt Ost-Jerusalem. Abermals zerstörte Israel palästinensische Dörfer und vertrieb über 300.000 Menschen, viele von ihnen zum zweiten Mal.

Am 05. Juni 1967 griff die israelische Armee in einem Überraschungsangriff seine Nachbarstaaten an und besetzte im Zuge dessen die Westbank, den Gaza-Streifen, Ost-Jerusalem sowie die Golan-Höhen und die Sinai-Halbinsel.
Abermals wurden zahlreiche palästinensische Dörfer zerstört, viele Palästinenser mussten nun schon zum zweiten Mal fliehen. Über 300.000 Menschen wurden in diesen sechs Tagen von der israelischen Armee vertrieben,  damit wuchs die Zahl der palästinensischen Flüchtlinge auf 1.4 Millionen an.

Im Gaza-Streifen, in der Westbank und in Ost-Jerusalem, das 1980 entgegen jedes internationale Recht annektiert wurde, gelangten mehr als eine Million Palästinenser unter israelische Militärherrschaft. Zwar forderte die UN am 22. November 1967 Israel zum völligen Rückzug aus den besetzen Gebieten und zu einer Regelung des Flüchtlingsproblems auf, doch bis heute weigert sich Israel seine völkerrechtswidrige Besatzung für den Frieden aufzugeben. 

Die Prinzipien der internationalen Gesetze und des Völkerrechts lassen keinen Raum für doppelte Rechtsstandards. Besatzung, Unterdrückung und Vertreibung müssen nun endgültig beendet werden. Wie jedes andere Volk, so hat auch das palästinensische Volk das Anrecht darauf, sein Selbstbestimmungsrecht in seinem Staat zu verwirklichen. Gerade seine Verwirklichung in einem eigenen souveränen Staat Palästina ist die Voraussetzung für einen umfassenden, gerechten und dauerhaften Frieden in der Region.

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