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18.06.2012 14:49

Botschafter zu Gast in Höchstädt und München

In der vergangenen Woche besuchten Botschafter Salah Abdel Shafi und Botschaftsrat Abdelhadi Abusharekh die bayrischen Städte Höchstädt und München. In Höchstädt wurden mit dem dort ansässigen Landwirtschaftsunternehmen organics international die ersten deutsch-palästinensischen Wirtschaftskontakte geknüpft. In München nahm Botschafter Abdel Shafi auf Einladung der jüdisch-palästinensischen Dialoggruppe München an einer Vortragsveranstaltung teil.

Botschafter Abdel Shafi mit Bürgermeisterin Wanner

Der Aufbau von politischen und vor allem wirtschaftlichen Kontakten stand im Fokus des Besuches von Botschafter Salah Abdel Shafi und Botschaftsrat Abdelhadi Abusharekh in der im Landkreis Dillingen liegenden Donaustadt Höchstädt.

Nach einem Empfang im Rathaus der Stadt mit Bürgermeisterin Hildegard Wanner und Landräten des Landkreises  Dillingen schrieb sich Botschafter Abdel Shafi in das Goldene Buch der Stadt ein.

S.E. Abdel Shafi informierte Bürgermeisterin Wanner sowie die führenden Vertreter des Landkreises über die politische Situation Palästinas. Die Umsetzung der Zwei-Staaten-Lösung könne nur auf friedlichem Weg geschehen. Allerdings müsse jetzt verstärkter internationaler Druck auf Israel erfolgen, damit die Zwei-Staaten-Lösung ihre Substanz bewahren könne.

Der Besuch der beiden Diplomaten sei für die Stadt Höchstädt eine besondere Ehre, sagte Bürgermeisterin Wanner. Es sei das erste Mal, dass Vertreter der palästinensischen Regierung in der Region seien.
Das gemeinsame Treffen ermögliche den Aufbau von politischen und wirtschaftlichen Kontakten, erklärte der stellvertretende Landrat Hans-Jürgen Weigl und versicherte, dass man Palästina auf dem Weg zu seiner Eigenstaatlichkeit unterstützen werde.

Im Anschluss an den Empfang unterzeichnete Botschaftsrat Abusharekh als Vorstandsmitglied des Deutsch-Palästinensischen Wirtschaftsrates (DPW) gemeinsam mit dem Geschäftsführer des Unternehmen organicis international, Wolfgang Vaas-Ruchti, eine Absichtserklärung zum Aufbau von Wirtschaftsbeziehungen.

Des Weiteren besuchten Botschafter Abdel Shafi und Botschaftsrat Abusharekh in der Umgebung ansässige Berufsschulen und weitere landwirtschaftliche Unternehmen.

Staatengemeinschaft muss Passivität aufgeben

Auf Einladung der jüdisch-palästinensischen Dialoggruppe München nahm S.E. Abdel Shafi an einer Vortragsveranstaltung teil und sprach in München über die Zukunft Palästinas.

Er verwies auf die dringende Notwendigkeit, die Zwei-Staaten-Lösung unverzüglich umzusetzen. "Durch den forcierten Siedlungsbau Israel wird die Umsetzung der Zwei-Staaten-Lösung von Tag zu Tag unwahrscheinlicher", erklärte der Botschafter. Die internationale Staatengemeinschaft müsse ihre Passivität aufgeben und stringent das Völkerrecht umsetzen, damit der Staat Palästina in Grenzen von 1967 mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt entstehen könne.

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