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13.01.2015 10:33

PalästinenserInnen “Wir wollen engere Beziehungen zu Deutschland”

Das palästinensische Volk ist voll tiefer Bewunderung für Deutschland und hegt den Wunsch, dass es eine aktivere Rolle in Israel und Palästina übernehmen solle. Dies geht aus einer gestern veröffentlichen Umfrage der Konrad-Adenauer-Stiftung hervor.

Befragt wurden sowohl Palästinenser als auch Israelis zu ihrer Sicht auf Deutschland und die deutsche Außenpolitik mit Bezug auf Palästina und Israel. Mit 74% sprach sich eine deutliche Mehrheit für „enge“ oder „sehr enge“ Beziehungen zu Deutschland aus. 

Dr. Khalil Shikaki, der die Palästina-Umfrage durchführte, sagte, dass, obwohl die Palästinenser einige Elemente der deutschen Politik kritisieren, so bspw. dass sie trotz Verurteilung der israelischen Siedlungsaktivitäten nicht handeln – hat dies grundsätzlich keinen Einfluss auf ihren Blick auf das deutsche Volk. Von den technischen und wirtschaftlichen Leistungen der Deutschen war besonders die Jugend in Palästina begeistert. 

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen zudem, dass die befragten Palästinenser in Gaza im Gegensatz zur Westbank besonders positiv über Deutschland denken;  63% der Befragten äußerten den Wunsch, Deutschland besuchen zu dürfen. 

Die Botschafterin Palästinas in Deutschland, Dr. Khouloud Daibes,begrüßte das Ergebnis dieser Studie: „Jeder erfolgreiche Friedensprozess wird ehrliche Makler verlangen. Dass heißt ein Land oder Länder, die sowohl über das Vertrauen als auch die Hebelwirkung verfügen, um effektiv mit beiden Parteien zu arbeiten. Das haben nicht viele Länder. Wir hoffen, dass die Bundesregierung und politische Entscheidungsträger solche Erkenntnisse nutzen, um die palästinensisch-deutschen Beziehungen zum Nutzen der gesamten Region weiterzuentwickeln.“

Die vollständige KAS-Umfrage können Sie in deutscher Sprache hier einsehen.

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